Spektakuläre Aktion: Flugzeugbergung am Traunsee in Oberösterreich hat begonnen

Gesunkene Maschine aus dem 2. Weltkrieg entdeckt

Die Bergung eines im Zweiten Weltkrieg auf dem Traunsee in Oberösterreich gelandeten und anschließend versunkenen Kampfflugzeuges hat begonnen. Das wurde trotz größter Geheimhaltung der Aktion Freitagnachmittag bekannt. Sie könnte bis zu drei Tage lang dauern. Ein deutscher Fernsehsender soll sich bereits die Veröffentlichungsrechte gesichert haben.

Die Piloten von zwei einmotorigen P-47 "Thunderbolt" der US Air Force waren zu Kriegsende in den ersten Maitagen 1945 im Tiefflug über den See geflogen. Die Amerikaner vermuteten gefangene Kameraden im KZ Ebensee. Mit den tiefen Überflügen sollte ihnen signalisiert werden, dass die Befreiung bevorstehe. Doch einer der Piloten verschätzte sich in der Flughöhe. Der Propeller streifte im Wasser und brach. Er musste auf dem Wasser notlanden. Der Soldat konnte sich noch aus der Kabine des Jagdbombers retten und ans Ufer schwimmen, hinter ihm versank die Maschine im See.

Der Flugunfall wurde von mehreren Zeugen beobachtet. Der Pilot soll die Maschine sehr sanft auf das Wasser aufgesetzt haben. Deshalb besteht die Hoffnung, dass sie weitgehend erhalten ist.

Angeblich im Auftrag eines Millionen schweren Flugzeug-Oldtimer-Liebhabers wurde die Maschine von einer Spezialfirma aus Innsbruck gesucht, die sich dafür alle notwendigen behördlichen Genehmigungen besorgte. Das Flugzeug soll in einer Tiefe von rund 100 Metern nahe dem Ostufer des Traunsees geortet worden sein. Seine Bergung war bereits längere Zeit geplant. Über Details wurde jedoch Stillschweigen bewahrt - nicht zuletzt aus Sorge, dass Hobbytaucher versuchen könnten, dem Bergungsteam zuvorzukommen und dabei einem Unfall zum Opfer fallen. (apa/red)