SPD steigt ganz zaghaft auf's Gaspedal: Können in Gunst der Wähler leicht zulegen

CDU liegt aber mit Plus 10 % noch immer klar vorne Werte der anderen Parteien laut Umfrage stagnierend

SPD steigt ganz zaghaft auf's Gaspedal: Können in Gunst der Wähler leicht zulegen © Bild: Reuters

Langsam aber doch: Die SPD holt in der Gunst der Wähler weiter auf. Laut einer Forsa-Umfrage kommen die Sozialdemokraten nun auf 26 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als bei der vergangenen Forsa-Umfrage. Die Union verlor demnach einen Prozentpunkt, liegt aber mit 36 Prozent deutlich in Führung.

Die Werte der anderen Parteien blieben gegenüber der vergangenen Forsa-Umfrage stabil: Die FDP kommt den Angaben zufolge auf zwölf Prozent, die Grünen liegen bei elf und die Linke bei zehn Prozent.

Der scheidende SPD-Fraktionschef Struck hält an dem Ziel fest, eine Ampelkoalition mit der FDP und den Grünen zu bilden. Gegenteilige Aussagen der FDP seien kein Hindernis, sagte Struck der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Die FDP macht alles."

FDP-Chef Westerwelle gab sich unterdessen überzeugt , dass seine Partei und die Union nach der Wahl auch ohne die umstrittenen Überhangmandate eine Koalition bilden können. "Die Mehrheit wird größer sein, weil die Bürger die Große Koalition beenden werden und weil sie keine Linksregierung wollen", sagte der Parteivorsitzende der "Bild"-Zeitung.

Bundeskanzlerin Merkel hatte aber erst erklärt, dass sie auch mit einer reinen Mehrheit der Mandate weiterregieren würde. Ein Überhangmandat sei "kein Mandat zweiter Klasse", erklärte die CDU-Vorsitzende. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erzielt, als ihr nach dem Zweitstimmenanteil Sitze zustehen.

Endspurt der CSU
Die CSU will indessen im Wahlkampf-Endspurt noch einmal mit dem Versprechen rascher Steuersenkungen bei den Wählern punkten. In Abgrenzung zur Schwesterpartei CDU will die CSU in ihrem 100-Tage-Programm erneut konkrete Daten für Steuersenkungen nennen.

(apa/red)