Sparpläne von

AUA hat Angst vor Pleite

Ab 29. Februar droht großer Streik - Gewerkschaft lehnt neue Verträge ab

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    Proteste bei der AUA

    Das Bodenpersonal der AUA demonstriert gegen die geplanten Sparmaßnahmen und Kollektivverträge.

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    Proteste bei der AUA

    Die Belegschaft zittert vor einem ähnlichen Schicksal wie jenem von Semperit - nämlich Konkurs.

Bei der AUA wächst die Angst vor der Pleite. Der Überlebenskampf hat begonnen. Von radikalen Änderungen in der Konzernstruktur und neuen Kollektivverträgen ist die Rede, doch die Gewerkschaften lehnen die einseitigen Vorgaben ebenso wie die Unterschrift neuer Verträge radikal ab. Es droht Streik und ein gewaltiger Arbeitskampf bei der Lufthansa-Tochter ab dem 29. Februar.

Dies gaben GPAdjp-Vize Karl Proyer und AUA-Bodenbetriebsratschef Alfred Junghans am Freitag nach einer Protestveranstaltung mit fast tausend Beschäftigten des Bodenpersonals in Wien-Schwechat bekannt.

Mitarbeiter in Angst
Die Leute seien verängstigt, hätten Angst vor einem zweiten Semperit-Schicksal, sagte Junghans vor Journalisten - sprich: "man macht die Leute billiger und dann geht es sich doch nicht aus". Obwohl es in den Plänen des Managements unter Jaan Albrecht ums nachhaltige Überleben der AUA geht, ist für Junghans "keine Rede von Konkurs im Moment". Da gebe es auch keine Veranlassung. Auch Proyer lehnt es ab, über eine Insolvenz zu spekulieren und warnt davor, der Belegschaft mit solchen Szenarien zu drohen.

Neuer KV wird abgelehnt
Einen von der AUA bzw. der Wirtschaftskammer Anfang der Woche übermittelten neuen Kollektivvertragsvorschlag lehnt die Gewerkschaft rundweg ab. Einen von den Arbeitgebern bereits für 23. und 24. Jänner - also nächste Woche - anberaumten Unterschriftstermin lehnen die Arbeitnehmervertreter - sowohl für Bodenpersonal als auch Piloten und Flugbegleiterinnen - als Zumutung ebenfalls ab. Dass die AUA dann den Kollektivvertrag eben einseitig kündigt, darauf stellt sich die Arbeitnehmerschaft offenbar schon ein.

Proyer versicherte Bereitschaft zu einer größeren Auseinandersetzung. Für weitere Betriebsversammlungen und allenfalls Streik wartet die Belegschaftsvertretung den 29. Februar ab. Da ist eine entscheidende Aufsichtsratssitzung zum bevorstehenden gravierenden Sparpaket. Vor allem aber ist dies ein Stichtag für die Inflationsabgeltung für Teile der AUA-Gagen.

"Wenn dann schon ein Cent fehlt, sehen wir uns wieder", kündigte die Gewerkschaft heute an. Dann ist für Proyer auch eine Urabstimmung für Streiks fällig. "Vernünftigen Verhandlungen" will sich die Belegschaft aber nicht verweigern.

Kommentare

DASS ist die Gewerkschaft, wie sie leibt und lebt. Das die AUA heute derart schlecht dasteht ist einzig dere Verdienst dieser \'alles besser Wisser\'. Normalerweise muss es ein Gesetzt geben, diese \'Verhinderer\' zu verklagen. Ich hab\'s schon einmal geschrieben. Was haben die in den letzten 40 Jahren zustande gebracht? Nichts!

Die leben von den Verdiensten, die die Urväter der Gewerkschafter errungen haben. Heute; zum vergessen. Alle zusammen bringen sie nichts auf die Reihe. Aber schreien und alles abzulehnen. Ist keine Lösung.

Was soll\'s. Der Vogel ist flügellahm, also muss was geschehen. Ich würde als erster alle Gewerkschafter rausschmeißen. Dann kann man den laden endlich sanieren.

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Die AUA wurde schon einmal von der Gewerkschaft ruiniert , der Staat mußte Millionen dazugeben ,das die Pleiteaua angebracht wurde! Am besten in den Konkurs schicken

mundl66 melden

Re: Die AUA wurde schon einmal von der Gewerkschaft ruiniert , vollkommen richtig !
Genauso die ganzen Banken gleich hinterher.
In de fetten Jahr is das ganze Kapital versumpert. Wenns Minus machen brauchen "Staatshilfe" also unsere Kohle...

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