Sparpaket von

SP-Angriff auf Bauern

Kritik an Bevorzugung bei Studienbeihilfe. Landwirtschaftskammer schäumt

Sparpaket - SP-Angriff auf Bauern

Das koalitionäre Hickhack um das Sparpaket geht auch am Wochenende munter weiter: Die SPÖ schießt sich in der Sparpakets-Debatte nun vermehrt auf die Bauern ein - oder konkreter: auf deren Kinder. Da die Vermögenswerte von Landwirten oft zu niedrig bemessen werden, beziehen diese überdurchschnittlich oft Studienbeihilfe, kritisiert SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl.

Kuntzl drängt auf eine Neubewertung der Einheitswerte, denn derzeit würden die Vermögenswerte von Bauern oft zu niedrig bemessen. Viele Bauernkinder würden Beihilfen bekommen, obwohl deren Eltern gar nicht in den entsprechenden Einkommensbereich hineinfallen sollten, erklärt auch der Steuerexperte Werner Doralt. Die Pauschalierung führe jedenfalls zu einer "ungerechten Situation", so Kuntzl im Ö1-"Morgenjournal". Zuletzt bekamen 2.790 Kinder von Bauern eine Studienbeihilfe, drei Viertel von ihnen ein Höchststipendium.

"Rücksichtsloser Generalangriff auf Bauern"
Die ÖVP-Bauernvertreter hatten sich zuletzt bereits für eine Neubewertung der veralteten Einheitswerte offen gezeigt. Aus der Landwirtschaftskammer und dem Bauernbund waren am Samstag jedoch klar ablehnende Worte zu hören. Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer, spricht in einer Aussendung gar von einem "rücksichtslosen Generalangriff von SPÖ und Arbeiterkammer auf Österreichs Bauernfamilien". Offenbar wolle die SPÖ nicht, dass Kinder aus Bauernfamilien auch die Möglichkeit haben, zu studieren, so Wlodkowski.

Wenn in einem Land wie Österreich, das von der OECD immer wieder auf seine geringe Akademikerquote hingewiesen werde, "Kinder aus Bauernfamilien am hohen Bildungsstandard teilhaben, dann ist dies sicher kein Grund für Parteipolemik", kritisiert auch Bauernbund-Direktor Johannes Abentung.

Das Wissenschaftsministerium hingegen verweist auf das Studienbeitragsmodell von Ressortchef Töchterle (V): "Wir haben ein Studienbeitragsmodell, das auch eine Reform der Studienförderung beinhaltet, vorgelegt. Wir laden die SPÖ gerne zur Wiederaufnahme der Gespräche ein. Das war bis dato nicht möglich."

2010 haben die gesamten Sozialaufwendungen für Studierende 203,9 Mio. Euro betragen. Den überwiegenden Teil (89 Prozent) davon machte die Studienförderung aus, für die 2010 181,3 Mio. Euro aufgewendet wurden, hieß es. Als möglicher Grund für die höheren Beihilfen für Landwirtskinder wird etwa die Familienstruktur mit mehreren Geschwistern oder die weitere Entfernung vom Studienort angegeben.

Häupl bleibt geduldig
Auch der Wiener SPÖ-Bürgermeister Häupl hat sich am Samstag zum Sparpaket zu Wort gemeldet. Er will zunächst die Details abwarten, bevor er sich näher dazu äußert. Eine Verkleinerung des Wiener Landtags hält er aber für denkbar. Mehr dazu hier .

Kommentare

Offenbar spüren die jährlichen Milliardenkosten die kriminelle Asylbewerber und Migranten verursachen inzwischen auch die SPÖ-Oberen.
Hat lange gedauert, kann aber in diesem Fall nur noch besser werden.

katom5 melden

Bauernprivilegien! Es ist ja wahrlich amüsant hier mal die Kommentare von einigen Personen durchzulesen. Wie zB. Christian95: Diese Scheintabelle welche Sie hier aus irgendeinem alten Bericht reinkopieren ist solcher Humbug dass es schon schier an Frechheit grenzt. Und diese Aussage, das laut einer Verordnung von Josef Pröll die Bauern nur mehr 200€ Steuern zahlen ist ja wohl lachhaft.
Doch es steht jedem Bürger frei sich seinen Beruf auszusuchen. Wenn Sie denken dass die Bauern für das Nichtstun Förderungen erhalten, dann machen Sie doch auch einen Bauernhof, zahlen im Jahr Ihre 200€ Steuern und holen sich die MÖSt zurück. Und von Ihren 10.000€ netto im Monat können Bauern genauso nur träumen. Arbeiten Sie einmal 7 Tage lang, bei jeder Witterung, um 5 Uhr morgens in den Stall und dann können reden Sie mit.

katom5 melden

Re: Bauernprivilegien! Und dann können Sie mitreden.
Verzeihen Sie mir bitte diesen Wortverdreher!

christian95 melden

KEIN \"Angriff auf die Bauern\"! Sondern auf deren Privilegien.

Nach einer Verordnung von Pröll zahlen Bauern im Jahr nur mehr 200.- Steuern, bekommen ihre gesamte MÖST rückvergütet und kassieren hohe Förderungen. (Von € 10.000 netto im Monat können arbeitslose nur träumen)

Bauernförderung (lt. Regionalzeitung)

Hannes E. 132.830 Vorjahr 84.267 +58%
Christa E. 125.311 44.042 +185%
Herbert S. 122.210 87.859 +39%
Gutsv. 122.008 83.009 +47%
Leopold Z. 121.368 52.239 +132%
Helmut K. 120.542 60.274 +100%
Wolfgang L. 118.840 41.829 +184%
Josef K. 116.914 43.461 +169%
Maria S. 113.300 27.925 +306%
Herbert B. 112.326 38.699 +190%
Karin S. 111.114 18.992 +485%

usw.

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Re: KEIN Schaut nach bezahlten Schreiberling aus.

Es gibt kein Steuerprvileg. Die Einkommensteuer berechnet sich nach dem Gewinn, wie bei allen anderen Selbststängigen auch!
Ein Teil der MÖST wird vergütet, damit die heimischen Bauern nicht benachteiligt werden gegenüber ihren anderen Kolegen.
Es gibt keine Förderung fürs nichts tun, es steht überal eine Leistung, ein Aufwand gegenüber.

Diese Aufstellung der Regionalzeitung beweist, daß sie null Ahnung von Landwirtschaft haben.

Hier geht es um buchführende Betriebe, die für eine große betriebliche Investition eine EU Förderung erhalten haben.

Es kann aber jeder an diesen sogenannten "Privilegien" teihaben. In sehr vielen Regionen haben seit EU Beitritt die Hälfte der Betriebe aufgegeben. Es kann jeder sein Glück versuchen!!!

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Re: KEIN Fuer den ganz grossen Teil der oesterr.Landwirtschaft gilt:
Sie produzieren grossart., hoch qualitative Produkte.
Sie pflegen die Landschaft -viele \'Staedter\' wissen dies bei Ausfluegen an Wochenenden zu schaetzen!
Ich sage das als Oesterr. der sehr viel Zeit im Ausland verbringt und deshalb die extremen Unterschiede zu Oesterreich \'zwangsweise\' erlebt.
Foerderungen sind gerechtfertigt, da Nahrungsmittelpreise \'kuenstlich\' niedrig gehalten werden, damit sich jeder in der Gesellschaft gesunde Nahrungsmittel leisten kann.
Abschliessend: Ich bin stolz auf Oesterreich"s Bauern ! -auf deren Leistung, Fleiss und
zudem Mitwirkung an Erhalt von Brauchtum und Kulturpflege.
Versuchen wir als Gesellschaft diese noch halbwegs intakte Struktur der Landwirtschaft in
Oesterreich aufrechtzuerhalten!

christian95 melden

Über die Landschaftspflege kenne ich auch Beispiele Um unser aller Steuergeld wurden Windschutzgürtel geschaffen. Nun zerstören die Bauern diese und machen daraus Ackerland. Nachdm die örtlichen ÖVP Funktionäre mit machen wird das auch nicht bestraft.

derpradler

Es ist höchst an der Zeit! die Bauern in die Realität zu holen.Solange die Bauern für den Nationalstaat Österreich subventioniert wurden war das in Ordnung, jetzt, die Leute subventionieren ,daß sie weltweit konkurrenzfähig sind ist Wahnsinn. Jeder andere Wirtschaftszweig wurde ins kalte Wasser gestoßen nur die Bauen werden immer noch abgeschirmt.

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Angriff auf bauern die neidkampange von SP und AK nervt.diskutieren wir lieber um die abschaffung der pflichtmietgliedschaft bei der Arbeiterkammer. die euro nehmen sie gerne und erfinden dann noch neue steuern und mischen sich überall selbstherrlich und unantastbar ein.weg mit diesem privilegien stadl.
Bundesrat: weg
Landtag:reduzieren auf die anzahl der Landesräte
Gemeinderat: reduzieren auf die anzahl der geschäftsführenden gemeinderäte
Nationalrat: 3X9= 27 stück reichen
setzt endlich die ketik des rechnungshof um und spart euchein und la?t uns bürger in ruhe

gfb48 melden

Re: Angriff auf bauern Wirtschaftskammer Pflichtmitgliedsschaft darf bleiben? Die haben Milliarden verzockt / verspekuliert! Wen vertreten sie? Die Wirschaftstreibenden? - die brauchen keine schützende Hand , die hat ihnen schon Fekter gereicht - sind sie doch die "guten Steuerzahler", die sie in Österreich halten will! Wer sind dann die schlechten? Die, die so wenig verdienen, dass sie keine zahlen müssen? Die will sie nicht halten? Die dürfen auswandern?
Wenn man da ein bischen aufmerksam hinein hört, bekommt man Gänsehaut und ein Gruseln!

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