"Spannungen abbauen": Präsident Fischer bei Eröffnung der Kärntner Herbstmesse

Keine direkte Aussage zu Ortstafeln von Präsident

Bundespräsident Heinz Fischer hat in Klagenfurt die 73. Herbstmesse eröffnet. Eine von vielen Seiten erwartete konkrete Stellungnahme zum Thema zweisprachige Ortstafeln gab er jedoch nicht ab. Wer ihn kenne, wisse, dass er "Spannungen beseitigen" wolle, aber "jetzt ist nicht ein guter Zeitpunkt, um Meinungen zu formulieren", verwies das Staatsoberhaupt auf den derzeit laufenden Nationalratswahlkampf.

"Ich bemühe mich, den Gemeinschaftsgeist in den Vordergrund und das, was trennen könnte, in den Hintergrund zu stellen", sagte Fischer in seiner Eröffnungsrede. "Wenn die Weichen neu gestellt sind, werden alle bemüht sein Spannungen abzubauen", gab sich der Bundespräsident hinsichtlich der Zeit nach dem 1. Oktober zuversichtlich.

Der Klagenfurter Herbstmesse attestierte Fischer, ein "Symbol der Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Nachbarländern", wie Slowenien, Italien, Deutschland oder Ungarn, zu sein. Er verwies auf die "eindrucksvolle Tradition" der Messe, die "bis in die Monarchie" zurückreiche. Er sei stolz, dass nach dem Zweiten Weltkrieg ein Weg gefunden worden sei, seit Jahrzehnten für positive wirtschaftliche Bilanzen gesorgt habe.

Vizekanzler Hubert Gorbach (B) bezeichnete die Veranstaltung als wichtiges "Schaufenster für die Wirtschaft", in dem vor allem Klein- und Mittelbetriebe möglich sei zu zeigen, was sie könnten. "Ich bin optimistisch für die Zukunft, was die Entwicklung unserer Wirtschaft betrifft", meinte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B).

Die diesjährige Klagenfurter Herbstmesse verzeichnet mit 612 Ausstellern aus 15 Nationen einen neuen Rekord. Zielgruppe der Mehrbranchenmesse ist die Familie, wobei heuer die Jugend im Mittelpunkt steht.
(apa/red)