Spannender Poker um Zielpunkt und Plus: Zweikampf zwischen Schirnhofer und Spar

Schirnhofer auf der Suche nach finanzstarken Partner Spar punktet mit besseren Kontakten und Kriegssassa

Spannender Poker um Zielpunkt und Plus: Zweikampf zwischen Schirnhofer und Spar © Bild: DPA/Weihrauch

Um den Diskonter Zielpunkt/Plus wird hart gepokert. Zunächst hat der steirische Fleischhändler Schirnhofer seine Interesse bekundet. Doch bisheriger Favorit im Ringen um den Zuschlag ist die Handelskette Spar.

In die Verkaufsverhandlungen um den Diskonter Zielpunkt/Plus gerät wieder Bewegung. Wie FORMAT in Erfahrung brachte, prüft der deutsche Mutterkonzern Tengelmann zurzeit das Kaufoffert des steirischen Fleischhändlers Karl Schirnhofer. Der Unternehmer ist einer der Hauptlieferanten von Zielpunkt und bekundete schon im November reges Interesse am Diskonter. Bis dato hat Tengelmann die Kaufgelüste Schirnhofers aber nicht ernst genommen. Denn der Steirer, der in Vorjahr sogar Verluste schrieb, gilt in der Branche als nicht ausreichend finanzkräftig, um die rund 350 Zielpunkt/Plus-Läden bezahlen zu können. Tengelmann-Eigentümerfamilie Haub soll dafür rund sechzig Millionen Euro verlangen.

Mit einem finanzstarken Partner an Bord dürften Schirnhofers Chancen auf den Diskonter nun aber gestiegen sein. Kolportiert wird ein Engagement von Raiffeisen, was das Finanzinstitut allerdings dementiert. Wie es heißt, soll die Raiffeisenlandesbank OÖ Schirnhofer bereits einen Kredit in Aussicht gestellt haben. Branchenkenner glauben dennoch, dass Zielpunkt an Spar gehen wird. Dafür sprechen vor allem die guten Kontakte der Spar-Gesellschafter zur Familie Haub. Doch wenn die Deutschen nicht bald mit dem Preis heruntergehen, könnte Zielpunkt zur Überraschung aller tatsächlich noch an Schirnhofer gehen.