Lärmbelästigung von

Gefängnis für Pianistin wegen Ruhestörung ?

Musikerin und ihren Eltern drohten 7 Jahre Haft. Strafmaß könnte gesenkt werden.

Frau beim Klavier Spielen © Bild: Thinkstock/iStock

Sieben Jahre Haft drohten einer spanischen Pianistin in einem Prozess wegen Ruhestörung, doch jetzt muss sie wahrscheinlich doch nicht ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft schraubte vor dem Landgericht in Gerona das geforderte Strafmaß am Freitag auf 20 Monate herunter. Eine solche Strafe würde normalerweise zur Bewährung ausgesetzt, da die Musikerin nicht vorbestraft ist.

Wann das Urteil verkündet wird, stand am Freitag noch nicht fest. Die Staatsanwältin begründete ihren Sinneswandel damit, dass die Pianistin und deren Eltern Anstrengungen unternommen hätten, den Geräuschpegel zu verringern. Für die Eltern reduzierte sie das geforderte Strafmaß ebenfalls von siebeneinhalb Jahren auf 20 Monate.

Der 28-jährigen Musikerin wird in der Anklage vorgeworfen, als Studentin in der Pyrenäen-Ortschaft Puigcerda mit ihrem Klavierspiel eine Nachbarin schwer belästigt zu haben. Die Eltern wurden ebenfalls angeklagt, weil sie das Klavierspiel gefördert hatten. Die Verteidigung verlangte Freisprüche für die drei Angeklagten.

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