Spanien von

Kampfflugzeug abgestürzt -
Mindestens zehn Tote

Flugzeug der griechischen Luftwaffe nahm an NATO-Ausbildungsprogramm teil

Spanien - Kampfflugzeug abgestürzt -
Mindestens zehn Tote © Bild: APA/EPA/MANU

Beim Absturz eines griechischen Kampfflugzeugs auf einem spanischen Luftwaffenstützpunkt sind am Montag zehn Menschen getötet und 13 weitere teils sehr schwer verletzt worden. Acht der Todesopfer stammen aus Frankreich und zwei aus Griechenland, wie Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy sagte.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach in einer ersten Reaktion von einer "Tragödie" für die gesamte "NATO-Familie".

Nach Angaben des spanischen Verteidigungsministeriums ereignete sich das Unglück auf dem NATO-Stützpunkt Los Lllanos im Südosten Spaniens. Demnach verlor der Kampfjet vom Typ F-16 während des Starts an Schub und stürzte auf andere Flugzeuge, die auf dem Stützpunkt geparkt waren. Auf Fernsehbildern waren an der Unglücksstätte Flammen und schwarzer Rauch zu sehen.

Kampfflugzeug in Spanien abgestürzt
© APA/Margret Schmitt

Es scheine, dass die Todesopfer aus Frankreich und Griechenland stammten, sagte Rajoy dem Fernsehsender Telecinco. Unter den Verletzten waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom neun Italiener. Deutsche Soldaten wurden bei dem Unglück nicht verletzt oder in Mitleidenschaft gezogen, wie ein Sprecher der Luftwaffe am Abend der Nachrichtenagentur AFP sagte. Den Angaben zufolge sind auf dem Stützpunkt derzeit auch etwa 100 Bundeswehrsoldaten tätig.

Den Angaben zufolge nahmen die beiden griechischen Piloten des Kampfflugzeugs an einem Ausbildungsprogramm der NATO teil. Sowohl Griechenland als auch Spanien, Frankreich und Italien gehören der nordatlantischen Militärallianz an.

NATO-Generalsekretär Stoltenberg zeigte sich "tief betroffen" von dem Unglück. Er sprach den Angehörigen sein Beileid aus und wünschte den Verletzten "rasche Genesung". Auch Rajoy zeigte sich auf Twitter "bewegt" und drückte sein Beileid aus. Der spanische Verteidigungsminister Pedro Morenes und der spanische Luftwaffenchef Francisco Javier Garcia Arnaiz begaben sich zum Unglücksort, der etwa 250 Kilometer südostlich von Madrid liegt.

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