Spätes Geständnis von

"Faymann wollte mich"

Laut Erwin Pröll hätte der Kanzler ihn gern als Hofburg-Kandidaten gesehen

Spätes Geständnis - "Faymann wollte mich" © Bild: APA/NÉUBAUER

Erstaunliches berichtet Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V) zur letzten Präsidentschaftswahl. Er behauptet im , dass Kanzler Werner Faymann (S) ihn gerne als Kandidaten gesehen hätte und ihm das auch mitgeteilt habe. Das Kanzlerbüro wollte die Aussagen des Landeshauptmanns nicht kommentieren.

Tatsächlich unterstützt hat die SPÖ wenig überraschend ihren langjährigen Vizechef Heinz Fischer, der seine Wiederwahl auch problemlos schaffte.

"Es wäre eigentlich eine gute Vorstellung, wenn du Präsidentschaftskandidat wirst", soll Faymann zu Pröll gesagt haben. Getroffen habe er den SPÖ-Chef am 15. August 2008 bei einem Frühstück in Radlbrunn, berichtet der Landeshauptmann: "Ich war damals bass erstaunt, weil ich nicht im Geringsten daran gedacht habe, dass das an mich herangetragen wird. (...) Vielleicht hatte er parteistrategische Überlegungen?" Pröll hat Faymanns Ansinnen nach eigenen Angaben jedenfalls von sich gewiesen.