SP-Spitzenkandidat Swoboda im NEWS-Talk:
"Platz eins ist schwierig, aber noch drinnen"

"Reaktionen auf die FPÖ waren richtig und notwendig" "Man muss mit der Türkei andere Lösung angehen"

SP-Spitzenkandidat Swoboda im NEWS-Talk:
"Platz eins ist schwierig, aber noch drinnen" © Bild: APA/Pfarrhofer

Im Gespräch mit NEWS zeigt sich SPÖ-Spitzenkandidat Hannes Swoboda trotz schlechter Umfragewerte optimistisch, den ersten Platz bei der EU-Wahl zu erobern. Zudem verrät er, was er von der FPÖ-Provokation, die Reaktionen darauf und einen möglichen EU-Beitritt der Türkei hält. Und dass die Frage des EU-Kommissars für ihn noch lange nicht erledigt ist.

NEWS: Laut Umfragen könnte die SPÖ mit starken Verlusten auf Platz zwei der EU-Wahl landen.

Swoboda: Umfragen sind Umfragen. Ich habe mich nicht daran orientiert, als sie einen Vorsprung für die SPÖ gesehen haben, und tue das auch nicht, wenn sie hinten liegt. Ich glaube, Platz eins ist noch drinnen, aber es war mir von vornherein klar, dass es schwierig wird, unsere Leute zu mobilisieren. Darum geht es in den letzten Tagen, mit voller Kraft.

NEWS: Die FPÖ erstarkt, auch mit gezielter Provokation. Waren die starken Reaktionen von Kanzler, Kardinal und Kirche richtig oder zu viel der Aufmerksamkeit?

Swoboda: Ich glaube, sie waren richtig und notwendig, um aufzuzeigen, dass nicht alles tolerierbar ist. Aber es ist natürlich nur Teil dessen, was getan werden muss. Denn dort, wo es Probleme gibt, sind sie zu lösen, und man muss mit den Leuten reden. Wenn jemand fähig und bereit ist, auf die Probleme im Gemeindebau oder am Arbeitsplatz einzugehen, ist es die SPÖ. Die ÖVP berührt das nicht, und FPÖ und BZÖ wollen die Probleme nicht lösen. Also muss man vor und nach Wahlen sagen: Wir kümmern uns darum.

NEWS: In der Frage eines Türkei-Beitritts haben Sie im Lauf der Zeit Ihre Haltung geändert.

Swoboda: Ich habe 1998 gesagt: Wenn wir nicht in wenigen Jahren eine Lösung finden, was die Mitgliedschaft betrifft, so müssen wir einen anderen Weg gehen. Und ich habe letztes Jahr gesagt, eine Mitgliedschaft kommt in absehbarer Zeit, also in den nächsten 15 Jahren, nicht infrage, weil wir damit nicht zurande kämen. Man muss versuchen, mit der Türkei eine andere Lösung anzugehen. Die andere Frage ist es, die türkischstämmige Bevölkerung hier zu integrieren. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, weil man die Türkeifrage sonst nicht diskutieren kann, ohne dass sofort ein Schreckensbild gemalt wird, dass noch mehr Türken kommen und die Macht übernehmen.

NEWS: Hat der Kanzler den EU-Kommissar voreilig der ÖVP überlassen?

Swoboda: Für mich ist die Frage überhaupt nicht erledigt, weil jedes Mitglied der Europäschen Kommission aufgrund eines Dialogs zwischen Kommissionspräsident und Regierung entschieden wird. Das ist keine alleinige Entscheidung Österreichs. Und ich weiß ja nicht, ob der Kommissionspräsident eine Frau, einen Sozialdemokraten oder einen Unabhängigen sucht. Für mich ist entscheidend, das er oder sie auch sozial orientiert sein muss. Man muss nicht unbedingt den Anspruch erheben, aber man kann sagen: Vielleicht ergibt sich die Situation, wo es günstig wäre.

Das Interview führte Tessa Prager

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Kommentare

A-Team? Ich weiß nicht, ich finde es einfach bedenklich, dass Herr Swoboda mit Frau Ederer (seiner Ehefrau und Siemens-Chefin) eine Lobbyistin direkt zuhause hat. Das mit dem A-Team versteh ich auch nicht so ganz - also wenn man sich die Serie anschaut dann gibts dort Verrückte und Hochstapler, wenn sich die SPÖ mit dem A-Team vergleicht da drängen sich doch ein paar Fragen auf. Des weitern wirkt Herr Swoboda schon etwas müde auf mich. Wer sind eigentlich die anderne Kandidaten von A-Team, ich kenne nur ihn... mhh

Swoboda und konsorten- abzocker ich kann mich nur anschliessen, dieser swoboda ist das typische beispiel warum ich die spö nicht mehr wähle. abgehoben-wahlversprecher-und abkassierer. was ist aus dieser spö geworden.ich möchte auch mit der feststellung enden:
Das Kotzen kommt einem hoch wenn man diese gesichter nur sieht!!!!

Swoboda und die SPÖ Es ist eigentlich unfair daß man Leute wie Swoboda und Strasser wegen ihren Lügen nicht vor Gericht bringen kann. Swoboda als abgehalfterter Rathauspolitiker der seiner Lebensgefährtin Brigitte Ederer zu ihrem €700.000.-Gehalt p.A noch ca.200.000.- beisteuert, redet vom Sozialismus! Es ist unglaublich welche Pharisäer diese Leute sind! Ederer entläßt gerade 100 Leute aus ihrem Siemens Werken und spricht zugleich von Vollbeschäftigung. Wo sind die 1000 ö.S. die Sie uns beim Beitrtt der EU versprochen haben?
Das Kotzen kommt einem hoch wenn man diese gesichter nur sieht!!!!

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Das ich nicht lache! Sie wollen mit den Leuten reden Herr Swoboda - gerade Sie, der - außer im Wahlkampf - noch nie weiter von seinen Wöhlern entfernt war als jetzt? Das ist nicht nur zum Lachen, das ist zum Brüllen!!!!! Bis zu den nächsten Wahlen sieht Sie keiner mehr beim Wähler und dann gehen Sie ohnehin in Ihre Privlegienpension. Also ab nach Brüssel mit ihnen und lassen Sie uns mit Ihrem Gewäsch in Ruhe!!!

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Re: Das ich nicht lache! Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Dieser Herr S. befindet sich gedanklich weit weg vom Volk. Sein Wunsch ist, dass die Türkei bald in die EU kommt; sicher wird er die Probleme, die aus der Islamisierung auftreten, nicht lösen wollen, dafür ist er zu alt.

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