Sozialpartner schnüren Paket: Jugendliche sollen Fachkräftemangel ein Ende setzen

Förderpaket unter Wirtschaftsminister abgesegnet Leitl sieht Wendepunkt: "Kampf um Lehrlinge" startet

Sozialpartner schnüren Paket: Jugendliche sollen Fachkräftemangel ein Ende setzen © Bild: APA/DPA/Thieme

Wirtschaftsministerium und Sozialpartner haben sich auf ein neues Jugendbeschäftigungspaket geeinigt, mit dem Lehrbetriebe gefördert werden. Mit dem Förderpaket, für das per 2010 265 Mio. Euro ausgegeben werden, soll unter anderem auch dem drohenden Fachkräftemangel entgegengetreten werden. Laut Wirtschaftskammerpräsident Leitl beginnt nun der Kampf um Lehrlinge.

In dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld mit sich abschwächender Konjunktur und immer Besorgnis erregenderer Inflation, sind optimale Rahmenbedingungen für junge Menschen besonders wichtig, sagte Bartenstein. Einerseits seien davon jene 40 Prozent der Jugendlichen betroffen, die sich für die duale Berufsausbildung entscheiden, andererseits sei das auch der Weg, um zukünftige Fachkräfte auszubilden. Die Umqualifizierungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice (AMS) seien zwar auch wichtig und gut, Top-Priorität müsse aber die eigentliche Fachkräfteausbildung haben. Die Aktion ist bis Ende 2010 befristet - also bis knapp vor der allgemeinen Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für ausländische Arbeitnehmer ab 1. Mai 2011.

WKÖ-Präsident Christoph Leitl rechnet in den nächsten sieben Jahren mit einer "dramatischen" Entwicklung auf dem heimischen Lehrlingsmarkt. So werde sich die Zahl der 15-Jährigen von derzeit 100.000 bis 2015 auf 84.000 verringern. Wieviele davon sich dann für eine Lehre entscheiden, werde von deren Attraktivität abhängen. Das Jahr 2008 stellt für den WKÖ-Präsidenten einen Wendepunkt dar: "Der Kampf um Lehrstellen ist beendet, der Kampf um Lehrlinge beginnt. Zum Kampf um Rohstoffe kommt der Kampf um Qualifikation", so Leitl.

(apa/red)