Sorge wegen US-Sammelklage! BAWAG gibt Entwarnung: "Nicht gegen uns gerichtet!"

Globalvergleich seit 11. September rechtswirksam ÖGB sicher: Klage hat keine Auswirkung auf Verkauf

Die aus den USA seit Monaten im Raum stehende neue Sammelklage gegen die Gewerkschaftsbank BAWAG P.S.K. richtet sich nach einer Abänderung der Klagsschrift seit Anfang September nicht mehr gegen die österreichische Bank. "Diese Klage wurde zwischenzeitlich von den Entwicklungen überholt", teilte die BAWAG mit.

Abermals verwies die BAWAG auf die bisher "gesettelten" Sammelklagsbegehren in den USA: Mit "allen materiell relevanten Gruppen" sei am 30. Juni 2006 ein Globalvergleich abgeschlossen worden, der seit 11. September 2006 - als jüngste Einsprüche abgewiesen wurden - auch endgültig rechtswirksam sei.

"Global Management Worldwide Ltd" habe bereits im April und Mai dieses Jahres zwei Klagen eingebracht. Eine davon richtete sich gegen Phillip Bennett und eine Vielzahl von weiteren Refco-Managern. Eine zweite Klage wurde am 1. Mai 2006 ursprünglich auch gegen die BAWAG eingebracht, erläuterte die Gewerkschaftsbank den einstigen Verlauf. In beiden Klagen hätten Kunden eines Refco-Tochterunternehmens, nämlich Refco Capital Market, Schadenersatz für eingetretene Veranlagungsverluste verlangt. "Die zweite Klage gegen die BAWAG wurde von Global Management Worldwide Ltd jedoch nicht weiter verfolgt", berichtete die Bank heute in einer Pressemitteilung.

Mit 5. September 2006 habe Global Management Worldwide Ltd die zuvor eingebrachten Klagen abgeändert und zusammengelegt ("consolidated amended class action complaint").

In dieser (abgeänderten) Klage würden nun folgende Personen und Unternehmen als beklagte Parteien genannt: Refco Securities LLC, Phillip Bennett, Gerald M. Sherer, William M. Sexton, Santo C. Maggio, Joseph J. Murphy, Phillip Silverman, Robert C. Trosten, Tone N. Grant, TH Lee und einzelne Manager von TH Lee sowie Grant Thornton.

"Die abgeänderte und konsolidierte Sammelklage richtet sich also nicht mehr gegen die BAWAG", so die Wiener Gewerkschaftsbank.

Zugestellt worden sei bei der Justiz in Wien zuletzt die ursprüngliche Klage von Global Management Worldwide vom Mai. Die Zustellung auf dem offiziellen Weg samt den Übersetzungen habe einige Monate in Anspruch genommen. Diese Klage sei inzwischen von den Entwicklungen überholt worden.

"Keine Auswirkung auf Verkauf"
Aus einer in Rede stehenden weiteren US-Sammelklage erwartet der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) keine Hindernisse beim Verkauf der BAWAG P.S.K. "Dass der Verkauf behindert werden könnte, davon kann keine Rede sein", hieß es aus dem ÖGB. (apa/red)