Sonntagsöffnung von

Gewerkschaft zeigte Lugner an

Verstoß gegen Öffnungszeiten: Geschäftsmann kommt mit "Kinomode" nicht durch

Sonntagsöffnung - Gewerkschaft zeigte Lugner an © Bild: Trend Michael Rausch - Schott

Einkaufszentrumsbetreiber Richard Lugner hat mit seiner "Kinomode" wohl doch nicht das passende Schlupfloch zur Umgehung des Öffnungszeitengesetzes gefunden. Die Gewerkschaft zeigte ihn wegen des Verstoßes gegen die Ladenöffnungszeiten an. Eine weitere Klage wegen unlauteren Wettbewerbs sei in Vorbereitung, gaben die Arbeitnehmervertreter am Montag in einer Aussendung bekannt.

Lugner ließ zwei Modeketten im Kinogebäude sonntags geöffnet und begründete dies damit, dass die Geschäfte "Kinomode" verkaufen - also Waren, die einen Bezug zum Kino haben. "Es gibt klare Abmachungen, was an Sonntagen verkauft werden darf, Kleidung gehört definitiv nicht dazu", so die Gewerkschaft.

Gemäß Öffnungszeitengesetz ist der Verkauf von "Süßwaren, Erfrischungen und sonstige(n) genussfertige(n) Lebensmittel" erlaubt sowie jener von "Waren, die einen Bezug zur Veranstaltung oder zum Veranstaltungsort haben". "Mit der Begründung, es werde sogenannte Kino-Mode angeboten, wurden stinknormale Textilien verkauft“, ergab ein Lokalaugenschein der Gewerkschaft am Wochenende.

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