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Abgründe im neuen "Tatort"

So: Krassnitzer und Neuhauser mit scheinbar lange geklärtem Entführungsfall konfrontiert

Tatort: Abgründe (AUT 2014) © Bild: ORF/Petro Domenigg

Während ein Blick aus dem Fenster aktuell erste Vorboten des Frühlings offenbart, herrscht für Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser im neuen Austro-"Tatort" tiefster Winter. Dem Ermittlerduo läuft aber nicht nur aufgrund der Temperaturen ein kalter Schauer über den Rücken. Am Sonntag (20.15 Uhr, ORF 2) beschäftigen sie in "Abgründe" die Folgen eines scheinbar lange geklärten Entführungsfalls.

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Wobei die Ausgangsbasis für den nach einem Drehbuch von Uli Bree inszenierten Krimi auch an den Fall von Natascha Kampusch erinnert: Fünf Jahre wurde die kleine Melanie Pölzl von ihrem Entführer festgehalten. Nun rücken Bagger und Bauarbeiter an, um das "Horrorhaus", wie es eine Reporterin bezeichnet, abzureißen. Nur: Ein Schlussstrich kann damit nicht gezogen werden, stattdessen wird eine Frauenleiche in den Trümmern entdeckt. Es ist Franziska Kohl, frühere Kollegin von Moritz Eisner (Krassnitzer) und mit dem Fall betraut.

Mit der Einzeltäterlösung war Kohl nie zufrieden, verbiss sich in die Causa und wurde schließlich suspendiert. Und auch jetzt scheint die Chefetage des Bundeskriminalamts abzublocken, wird der Tod von Kohl doch schlicht als Unfall abgetan und eine Obduktion der Leiche verweigert. So leicht lassen sich Eisner und Kollegin Bibi Fellner (Neuhauser) allerdings nicht abspeisen, offenbaren ihre Untersuchungen doch sukzessive Verstrickungen bis in die höchsten Kreise von Polizei und Ministerium.