Sonnenschutz im Test von

Nivea, Piz Buin & Co.

Welche Mittel tatsächlich halten, was sie versprechen. Konsument prüft 7 Produkte.

Sonnenschutz im Test - Nivea, Piz Buin & Co. © Bild: Corbis

Ein guter Sonnenschutz ist fürs winterliche Sportvergnügen unerlässlich. Die Experten raten zu einer Creme mit einem Lichtschutzfaktor (LSV) von mindestens 20. Ob das Produkt auch hält, was es verspricht, ist eine andere Frage. Gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest nahm das österreichische Magazin "Konsument" sieben Sonnenschutzmittel unter die Lupe.

Getestet wurden Produkte von dm/Sun Dance, Ladival, Piz Buin, Tiroler Nussöl, Garnier Ambre Solaire, Ilrido und Nivea Sun Alpin. Während die drei Letzteren mit je einer Creme im Test vertreten waren, wurde von dm/Sun Dance, Ladival, Piz Buin und Tiroler Nussöl auch der Lippenschutz geprüft. Jene Hersteller bieten nämlich Kombipackungen an. Bei den Laboruntersuchungen zeigte sich, dass nicht alle Produkte halten, was sie versprechen.

Teuer ist nicht gleich gut
So stellte sich heraus, dass die Cremen von Ambre Solaire (LSV 30) und Piz Buin (LSV 30) den angegebenen Lichtschutzfaktor gleich um mehr als 20 Prozent unterschreiten. Für den Konsumenten bedeutet das, dass deutlich früher ein Sonnenbrand droht, als laut LSV 30 zu erwarten wäre. Im Gegensatz zum Tiroler Nussöl: Der tatsächliche Lichtschutzfaktor ist hier bei Weitem höher als angegeben. Während die Verpackung LSV 30 verspricht, bietet das Mittel einen Lichtschutzfaktor, der über 100 liegt.

Was zu viel ist, ist zu viel
Nicht schlecht, könnten jene meinen, die auf Nummer sicher gehen wollen. Die Experten dagegen wissen: Tatsächlich aber ist ein LSV in dieser Höhe ganz und gar nicht ideal. Derart hohe Mengen an Filtersubstanzen können bei empfindlicher Haut Irritationen hervorrufen. Das Logo UVA im Kreis weist darauf hin, dass das Produkt auch gegen UVA-Strahlen schützt. Der UVA-Schutz ist aber nur dann gegeben, wenn das Verhältnis vom UVA- zum UVB-Faktor 1:3 beträgt.

Schummelei bei UVA-Schutz
Nicht eingehalten wurde diese Voraussetzung von der Nivea Sun Alpin Creme und dem Lippenschutzstift von Piz Buin. Nivea patzte beim UVA-UVB-Verhältnis, der Lippenstift von Piz Buin bietet gleich gar keinen UVA-Schutz. Nur drei der insgesamt sieben getesteten Produkte bieten tatsächlich das, was sie versprechen. Dabei handelt es sich um die Kombis aus Creme und Lippenstift von dm/Sun Dance und Ladival sowie die Creme von Ilrido, allesamt mit LSV 30 ausgelobt.

LSV 30 bedeutet...
Noch ein Tipp zum Schluss: Der auf der Tube ausgewiesene LSV bezieht sich auf die UVB-Strahlen und gibt an, wie lange man mit dem Mittel in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Wer beispielsweise nach einem zehnminütigen Sonnenbad ohne Schutz gerötete Haut bekommt, kann mit einer LSV 30 Creme theoretisch 30 Mal so lange - also fünf Stunden - in der Sonne schmoren. Hautärzte hingegen raten, seine Haut höchstens zwei Drittel der errechneten Zeit der prallen Sonne auszusetzen.

www.konsument.at