Kopenhagen von

Song Contest:
"70 Prozent sind schwul"

Conchita Wurst im Interview über Homosexualität beim ESC und ihren Mut

Kopenhagen - Song Contest:
"70 Prozent sind schwul" © Bild: APA/Jäger

Heute ist es soweit: Die von vielen angefeindete aber gleichsam auch groß gefeierte Conchita Wurst tritt beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen im Halbfinale an und kämpft um ein Finalticket. Die Sängerin war im Vorfeld nicht nur mit positiven Reaktionen sondern auch mit derben Beleidigungen konfrontiert worden. Im NEWS-Interview spricht die Wurst über Homosexuelle beim Song Contest, ihren Mut und die Schwulen-Bewegung im Allgemeinen.

NEWS: Sie sind für viele hier beim Eurovision- Song-Contest (ESC) eine Galionsfigur der Toleranz. Woher nehmen Sie den Mut?
Conchita: Das hat bei mir nichts mit Mut zu tun. Ich bin so, wie ich bin. Und das erfordert für mich keinen Mut. Ich habe sozusagen keine Anstrengung dabei.

NEWS: Hier hat die internationale Schwulen- Bewegung gerade ein neues Gesicht bekommen, oder täuscht dieser Eindruck?
Conchita: Hier ist natürlich alles ein wenig subjektiv. Man kann ja sagen, dass hier in Kopenhagen etwa 80 Prozent der Gay- Community angehören. Und ich bin natürlich ein Teil dieser Gemeinschaft.

NEWS: Das heißt, der ESC ist eine Veranstaltung, die vor allem Homosexuelle anspricht?
Conchita: Es ist ein Klischee, aber es ist ein Klischee, das meines Erachtens stimmt. Etwa 70 Prozent all jener, die den Song Contest lieben, entstammen der Gay Community. Und es ist ganz leicht erklärt, warum das so ist: Wir lieben Toleranz und die ist hier möglich. Und: Es geht um eine glamouröse und große Show.

Das ganze Interview finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper-Version.

Kommentare

Es soll jeder so sein wie er ist aber bitte lasst ihn doch so sein. Ist doch gut so dass nun endlich die Toleranz über die Ablehnung gesiegt hat.

Beate Marx

Ich finde wir sind schon im Jahr 2014 angekommen, und es wird endlich Zeit mehr Tolleranz Menschen zu geben die anders sind wie wir. Ich kann nicht einmal anders sagen, den jeder Mensch ist anders.

Mann mit Bart in Frauenkleidern ist einfach nur langweilig! Drag-Queens und Transen-Shows sind seit den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts uninteressant und Frauen mit Bart gab es schon im Mittelalter im Wanderzirkus! *gähn*

melden

einfach ekelig!!!

Frustriert melden

Auf diesem Planeten gibt es Leute wie Kim-Jong un, korrupte Politiker, usw. usw.
Aber SIE finden Conchita Wurst ekelig. Ein freundlicher Mensch, der niemand etwas zuleide tut.

Interessant.

melden

eklig sind nur intolerante menschen...
bravo conchitaaa .... ich drück dir die daumen !

Freddy Niebauer
Freddy Niebauer melden

mit was für einer medialen Gewalt uns der Wurst reingedrückt wird, ist echt schon abartig. Ich habe bis jetzt geschwiegen, weil ich mich entschlossen hatte, ihn zu ignorieren und - wenn es mir nicht passt - einfach nicht hinzusehen. aber man kommt gar nicht darum herum, selbst wenn man will, denn kaum macht man das Internet auf, ist er da. schaltet man den Fernseher ein, ist er da. DAS NERVT!

Adalbert Schaffer
Adalbert Schaffer melden

da geb ich dir 100% recht als gäbe es nicht`s wichtigers,das letzten sonntag von usa freundlichen 30 menschen bei lebendigem leib ferbrannt wurden usw. aber nein es geht nur um der wurst

EnricoWurstinger melden

So ist eben die Evolution: Übersteigt die Population einer Gattung das als empfundene Normalmaß, so wird man schwul oder fängt mit den Anderen an den Reviergrenzen Kriege an.
Das ist auch bei den Tieren ähnlich und bei Stämmen im Urwald beobachtbar.
Frau Wursts Anpreisen der Homosexualität ist daher nichts Böses, sondern für Primaten erklärbar.
Und: Wer möchte heutzutage noch als "Normal" gelten?
Das ist nicht in und schlecht fürs Geschäft.

Christel Berger
Christel Berger melden

Ein ewig Gestriger, enrico Wurstinger! Seit wann "wird" man denn schwul? Noch immer nicht geschnallt, dass man nicht schwul "wird"?
Aber meistens sind es die "echten" Männer, die Schwule verteufeln - ein wirklicher Mann hätte das nicht nötig! Conchita Wurst mit Primaten zu vergleichen, zeugt von Ihrer Intoleranz und Primitivität - als Nächstes kommt vielleicht die Aufforderung,

Christel Berger
Christel Berger melden

Menschen, die nicht in Ihr "Normalitätsschema" passen, zu vergasen - so etwas hatten wir schon!

Frustriert melden

Liebe Christel, Sie haben Enrico völlig falsch verstanden. Er hat sich auf die Evolution bezogen und das schwul "werden" ist in diesem Sinne zu verstehen, nicht im Sinne der eigenen Lebensentwicklung. Und wir gehören tatsächlich zu den Primaten. Vielleicht schlagen Sie diesen Begriff einfach mal nach?

Frustriert melden

In der Tat hat Enrico für Conchita einen sehr positiven Standpunkt eingenommen. Sie sollten ihn daher nicht in solch ungerechtfertigter Weise mit etwas vergleichen, das hier gar keinen Platz hat.
Bitte einfach ein bisschen mehr mit Biologie befassen.

Das die Wurst natürlich nur darum ihren "Bart" hat um aufzufallen und vielleicht auch zu provozieren ist auch klar. Und man muss zugeben, es funktioniert. Die Leute haben wieder was, worüber sie sich aufregen können, damit sie weiter blind sein können, anstatt sich um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern und die mal in Ordnung zu bringen. So ist das leider bei psychisch kranken Menschen !

Ich denke, das hat mit der sexuellen Orientierung gar nichts zu tun. Es kann jeder zusehen, der das will und es jeder bleiben lassen, der das nicht will. Und wenn anscheinend Schwule besonders darauf ansprechen, ist das doch auch kein Problem. Sollen sie zusehen, wen stört es ?

aha beim Songcontest gehts also um das schwul sein ... wieder was gelernt!

melden

Hallo? Hierbei gehts um Musik...wer schwul sein will kann ja am Life Ball gehen....

melden

es geht immer und überall um ein gewisses maß an toleranz

Helga Walther
Helga Walther melden

Ich gratuliere Conchita Wurst zu ihrem Erfolg und freue mich auch für. Trotzdem macht es mich traurig, das es bei dem einzigen großen Europäischen Gesangswettbewerb grundsätzlich mehr um Politik geht, als um den Gesang und die Songs selbst. Die Komponisten und Texter die eigentlich den Preis verdient haben, treten Total in den Hintergrund. Es zählt nur die Show und auffallen um jeden Preis.

Helga Walther
Helga Walther melden

Natürlich gibt es auch noch reine Musikliebhaber, die die Show sehen und anrufen. Deshalb ist die Niederlande für mich der wahre Gewinner.

melden

jede/r kann überall alles ......

mitleser melden

toleranz ist für viele menschen leider auch in austria ein fremdwort traurig, aber wahr!!!

Seite 1 von 1