Song Contest von

The Makemakes singen
beim ESC: Gerechtfertigt?

Oberösterreicher vertreten Österreich. Sind Sie mit der Entscheidung zufrieden?

The Makemakes © Bild: APA/Pfarrhofer

Sie werden uns im Mai beim Song Contest in Wien vertreten: The Makemakes wurden von Publikum und internationaler Fachjury zum ESC-Kandidaten für Österreich gewählt und setzten sich damit gegen Favoriten wie Zoe oder Johann Sebastian Bass durch. NEWS.AT will wissen: War der Sieg verdient?

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Wir haben die NEWS.AT-User vor dem großen Österreich-Vorentscheid vergangenen Freitag gefragt: Wer soll für uns beim ESC in Wien singen? Die NEWS.AT-User entschieden sich zum größten Teil für Johann Sebastian Bass. Mit 35 Prozent hätten die Mozart-Perücken vor Celina Ann mit 31 Prozent gewonnen. Auf Platz drei, aber weit abgeschlagen, erst lagen laut Umfrage The Makemakes mit nur 13 Prozent.

Dennoch werden Dominic Muhrer, Markus Christ und Florian Meindl die Alpenrepublik am 23. Mai beim großen Song-Contest-Finale in der Stadthalle vertreten. Die Oberösterreicher haben mit ihrem Song „I’m yours“ die Jury und das Publikum überzeugt. Gemeinsam mit der Indiegruppe Dawa schafften sie es in die Stichwahl, wo sich The Makemakes endgültig durchsetzen.

Top-Ten-Platz anvisiert

Ob sie mit ihrem Radio tauglichen Song an den großen Erfolg von Conchita Wurst im Vorjahr anschließen können, bleibt abzuwarten. Eine Gemeinsamkeit mit der Letztjahressiegerin besteht zumindest: Die Bärte. Davon wollen sich die drei Oberösterreicher auch nicht trennen. Und auch von einem guten Endergebnis gehen die Musiker der Makemakes aus: Ein Top-Ten-Platz gehe sich bestimmt aus, so der Tenor, nach Durchsicht der internationalen Konkurrenz.

Geteilte Meinungen

Nicht alle österreichischen Fans sehen die Entscheidung aber mit großem Wohlwollen, so Urteilte Facebook-User Rene Cservenka „Ein 08/15 Lied. Zum Glück sind wir schon im Finale dabei“ und sprach damit wohl auch aus, was sich viele dachten. Auch Herbert Wolfgang Kappel urteilte ähnlich: „Langweilig. Aber sehn wir wie die Konkurrenz ist, ich drücke trotzdem die Daumen!“ Auch Kommentare wie „Austria 0 Punkte“ fanden sich auf Facebook, allerdings ebenso positive Reaktionen wie „bombig“.

Was sagen die NEWS.AT-User? Ist der Sieg und somit das Antreten der Makemakes für Österreich gerechtfertigt?

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Das Voting-Ergebnis im Detail:

The Makemakes wurden mit einer breiten Mehrheit und großem Vorsprung in allen Votingdurchgängen zu den ESC-Startern gewählt:

Europäisches Expertenvoting
Als erster Teil des Votingsprozesses stand - in Anlehnung an das Votingverfahren beim ESC - das Europavoting auf dem Programm. Dafür haben insgesamt zehn Länder (Italien, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Slowenien, Niederlande, Lettland, Israel und Australien) ihre Punkte den sechs Finalsongs gegeben. Die teilnehmenden Länder wurden breitgefächert vom ORF ausgewählt - ESC-"Großmächte" waren ebenso vertreten wie kleine Länder und - weil sensationell erstmalig mit dabei - Australien. Die einzelnen Länderjurys bestanden aus jeweils fünf Mitgliedern, die alle in unterschiedlichsten Fachgebieten sehr ESC-affin sind. So waren zum Beispiel dabei: die aktuellen Heads of Delegation aus Italien, Lettland, Israel, Holland, Frankreich oder Deutschland, die slowenischen oder lettischen ESC-Teilnehmerinnen 2014, die französische ESC-Teilnehmerin des Jahres 2012, Unterhaltungsprofis wie der Musikchef des führenden französischen Radiosenders, der Chefredakteur eines holländischen Senders, TV- und/oder Radio-Producer, Backgroundsänger/innen, Journalist/innen, Musiker und ESC-Fans wie zum Beispiel der italienische Blog Eurofestival News.

Den Jurymitgliedern wurden die Auftritte der dritten "Wer singt für Österreich?"-Show zur Verfügung gestellt. In der Finalwoche hatten sie Zeit, die musikalische Performance zu bewerten. Die Ergebnis-Verkündung, die Teil der Finalsendung war, wurde dann in Wien aufgezeichnet - verlesen von ESC-Volunteers oder Botschaftsmitarbeiter/innen aus den jeweiligen Ländern, die allerdings nicht Teil der Jury waren.

Die Makemakes sicherten sich die meisten Stimmen der Expertenjurys: 107 Punkte bedeuteten Sieg und damit 12 Punkte für das Gesamtvoting, vor Zoe (103 Punkte der Experten und folglich 10 Punkte fürs Voting) und Dawa (79 bzw. 8 Punkte). Folkshilfe erreichten 67 Expertenpunkte (7 Punkte fürs Voting), Johann Sebastian Bass 64 (6) und Celine Ann 60 Experten- bzw. 5 Jurypunkte.

Österreichisches Televoting
Im Anschluss veröffentlichte Mirjam Weichselbraun live das Ergebnis des Televotings. Das Telefon- und SMS-Voting des österreichischen Publikums während der Sendung ergab folgendes Ergebnis:

The Makemakes: 51,15 Prozent bzw. 12 Punkte
Dawa: 14,35 Prozent bzw. 10 Punkte
Zoe: 11,32 Prozent bzw. 8 Punkte
Folkshilfe: 11,31 Prozent bzw. 7 Punkte
Johann Sebastian Bass: 8,92 Prozent bzw. 6 Punkte
Celina Ann: 2,94 Prozent bzw. 5 Punkte

Erneutes Televoting bei Stichwahl
Jury- und Televoting wurden zusammengezählt und die besten zwei Acts - The Makemakes und Dawa - stellten sich noch einmal einer Stichwahl, bei der ausschließlich die Zuschauerinnen und Zuschauer mittels neuerlichem Televoting entschieden. In dieser Stichwahl errangen The Makemakes klar den Sieg mit 78 Prozent der Stimmen. Auf Dawa entfielen 22 Prozent der Stimmen. (apa)

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