Song Contest 2011 von

Aserbaidschan siegt

Ell & Nikki überzeugen mit "Running Scared" - Nadine Beiler landet am 18. Platz.

Die bunte Düsseldorfer Sangesschlacht ist geschlagen und endete mit dem Sieg Aserbaidschans: Das Schmuseduo Ell und Nicki holte Samstagnacht in der Düsseldorf Arena den Song Contest in sein Heimatland. Mit einer fulminanten Show vor 36.000 Livegästen und 120 Millionen Fernsehzuschauern konnte sich Aserbaidschan gegen 24 Konkurrenten durchsetzen. Österreichs Hoffnung Nadine Beiler, die mit ihrer Ballade "The Secret is Love" erstmals seit 2004 wieder eine Finalteilnahme ersungen hatte, landete bei der Endwertung lediglich auf Rang 18 von 25 teilnehmenden Ländern.

Die kleine Kaukasusrepublik deklassierte damit eigentlich als Favoriten gehandelte Länder wie Frankreich, Irland oder Finnland, die allesamt auf hinteren Rängen landeten. Auch Deutschlands Titelverteidigerin Lena musste sich mit ihrer Elektropopnummer "Taken by a Stranger" mit Platz 10 zufriedengeben, wobei sie aus Österreich zehn Punkte erhielt.

12 Punkte von Deutschland
Umgekehrt bedachten die großen Nachbarn Österreich als einziges Land mit der Höchstzahl von 12 Punkten. Ungeachtet der mäßigen Platzierung zeigte sich Nadine Beiler zufrieden mit dem Erreichten: "Unser größtes Ziel, das Finale zu erreichen, haben wir geschafft." Und auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz versicherte noch am Abend in Düsseldorf, dass sich Österreich auch im kommenden Jahr am Song-Contest-Zirkus beteiligen werde, nachdem man in den vergangenen drei Jahren auf eine Teilnahme verzichtet hatte.

Mit der Finalshow ging eine Woche der großen Musikveranstaltungen in der Rheinstadt Düsseldorf zu Ende, zumal das erste Halbfinale, bei dem 19 Länder um einen der begehrten zehn Plätze für die Endrunde ritterten, bereits am 10. Mai stattgefunden hatte. Am 12. Mai folgte dann das zweite Semifinale, in dem sich Österreich durchsetzen konnte und wieder in der Finalrunde des größten Musikevents der Welt mitmischte. Zusätzlich zu den öffentlich übertragenen Shows kamen jeweils am Vorabend die internen Jurydurchläufe, bei denen die gesamte Show - bei den Halbfinalen ohne Publikum, beim Juryfinale vor voller Halle - durchexerziert wurde.

Fachjurys bestimmend
Schließlich kam auch heuer wieder die Regelung zum Tragen, dass 50 Prozent des Endergebnisses durch die Wertung von Fachjurys in den teilnehmenden Ländern bestimmt werden. Die anderen 50 Prozent hingegen bestimmte das Publikum via Telefonabstimmung. Dieser Modus wurde 2009 eingeführt, unter anderem, um die Blockbildung der östlichen Staaten zu verhindern und die Punktevergabe damit etwas offener zu gestalten.

Allerdings hatte der Song Contest, zu dem alleine 2.500 Medienvertreter akkreditiert waren, bereits seit Anfang Mai das Düsseldorfer Stadtbild dominiert. Bereits am 1. Mai hatten die ersten Proben für die Halbfinalteilnehmer begonnen, die sich mit ihren Delegationen in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt aufgemacht hatten. Dort hatte man sich mit zwei großen Public-Viewing-Areas auf das kollektive "Rudelgucken" eingestellt und mit zahlreichen Flaggen das Stadtbild dekoriert.

Spitzenquoten für ORF
Dem ORF bescherte das erstmalige Antreten Österreichs im Finale des Song Contest seit 2004 Spitzenquoten: Im Schnitt verfolgten 1,058 Millionen Zuseher (49 Prozent Marktanteil) das Wettsingen.

Im kommenden Jahr dürfte die musikalische Großveranstaltung nun in Aserbaidschans Hauptstadt Baku stattfinden. Und auch der Termin des Events steht vermutlich fest. Laut Veranstalter, der Europäische Rundfunkunion (EBU), ist der 26. Mai 2012 für das Finale, der 22. und 24. Mai für die beiden Halbfinalrunden vorgesehen. Hier hat die Gastgeberstadt allerdings noch ein Wörtchen mitzureden.

(apa/red)

Kommentare

Was hat sich beim Contest verbessert? NIX !!!!!!! Eher verschlechtert ! Das reinste Politikum. Je mehr Staaten aus der ehemaligen UDSSR gemeinsam mit den ehem. Ostblockländern, desto mehr Punkte in gegenseiitger Wiedergutmachung, die zueinander, vor lauter Dankbarkeit fliessen.
Hätten auch wir zum Beispiel der BRD keinen Punkte gegeben, dann hätten wir auch keine bekommen. Jeder hat seinem Nachbarn oder gleichartigem Lebensraum, ständig Punkte geschenkt. Kunst steht eben hintenan, man sieht das ja bei uns bei den Dancing Stars. Ein schwuler Haider ist eben ein Quotenbringer, die echt tanzen können und es gelernt haben nur Nebensache. Daher sind all diese Shows beschloßenen Sache und keinen Cent wert, telefonisch mitzuvoten !

tja mir hat absolut kein lied gefallen

persönlich denk ich, dass die jeweiligen länder in ihrer landessprche singen sollten und wenn das ding schon euro song contest heisst, sollten es wirklich nur mitgliedsländer sein die teilnehmen.

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Solange die Punktevergabe so ist sollte man nicht teilnehmen. DAs ist ja eine Pharse wenn man mit ansehen muss wie sich hier die Länder gegenseitig die Punkte zuschieben. Die Allianz der ehe. Sowjets funktioniert genauso gut wie die der Nordländer. Da kann ein Land wie Österreich einfach nie gewinnen. Das ganze gehört durch eine kompetente Fachjury ersetzt die pro Land die Punkte vergibt. Denn niemand weis wirklich wie es hinter den Kulissen zu diesen Punkten kommt. Der Gipfel der Frechheit ist noch, das einem mit Mehrwertnummern das Geld aus der Tasche gezogen wird.
Das ist noch schlimmer als DSDS und hat nichts mehr mit einem Europäischem Song Wettstreit zu tun.

Berndorferbaer melden

Re: Solange die Punktevergabe so ist so scheint es zu sein, die russen für russen, die jugos für jugo usw. ich liebe italien, aber wem dies lied gefallen hat, na ja. auch so manche andere haben, so meine meinung mit ihrem beitrag bei einem song-contest nichts verloren. die, die wirklich gut waren, sumpern irgendwo in den letzten rängen herum. bei der wertung, läuft der hase nicht mehr, zick zack, sondern er kränkelt, und das ganze um unser voting-geld. sollen sich die, mit spitzhütchen und roten jackerln samt stehfrisuren, die von gesang wenig bis gar keine ahnung haben, über siege freuen, mir und vielen anderen, vergeht die lust dazu

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Re: Solange die Punktevergabe so ist Solange die " befreundeten Länder " sich gegenseitig Punkte geben,hat dieser Bewerb keinen Sinn.

ein Liedchen, sonst nichts! Wirklich tolle Stimmen und anspruchsvollere Musik sind nicht gefragt!

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