Sonderbudget für Tschad-Einsatz gefordert:
Bundesheer bleibt bis weit über 2009 hinaus

Streitkräfte-Kommandant Höfler fordert Sonderbudget Tschad-Rebellen mit einer neuen Offensive

© Bild: APA/Lechner

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird das Bundesheer wohl bis weit über das Jahr 2009 hinaus im Tschad stationiert sein.

Am 15. März endet das Mandat, unter dem 3200 europäische Soldaten - darunter 160 Österreicher - Flüchtlingslager im Osten des Tschad schützen. Danach sollen die UN mit einer eigenen Mission folgen. Nach profil-Recherchen werden aber mehrere EU-Mitglieder ihre Einsatzkräfte unter UN-Befehl im Tschad belassen.

Österreich hat sich noch nicht offiziell entschieden. "Aufgrund der Tatsache, dass wir jetzt Mitglied im Sicherheitsrat der UN sind, wird eine Teilnahme ernsthaft beurteilt werden", sagt jedoch Generalleutnant Günter Höfler, Kommandant der österreichischen Streitkräfte. Er sieht dafür auch "ausreichende personelle und technische Kapazitäten vorhanden". Allerdings: "Eine Verlängerung des Einsatzes müsste gesondert finanziert werden, aus dem laufenden Budget ist er kaum zu bestreiten."

Unterdessen drohen die Tschad-Rebellen mit einer neuen Offensive: "Wir kommen mit 20.000 Mann", erklärt ihr Sprecher Mahamat Hassan Boulmaye gegenüber "profil": "Ich hoffe, dass wir sehr bald einen Angriff starten."