Sommerzeit ist da! von

Uhren werden wieder umgestellt

Um 2.00 Uhr springen Zeiger auf 3.00 Uhr - Erst im Oktober wird Zeit zurückgezahlt

Sommerzeit ist da! - Uhren werden wieder umgestellt © Bild: APA/Pfarrhofer

Es wird wieder an der Uhr gedreht: In der Nacht auf Sonntag beginnt für Millionen Menschen in Europa die Sommerzeit. Dabei ist immer wieder darüber diskutiert worden, ob das Umstellen wirklich sinnvoll ist. Zumindest in Österreich steht die Mehrheit der Zeitanpassung laut Umfrage gelassen gegenüber.

80 Prozent stehen positiv bzw. neutral dazu, lediglich 19 Prozent sehen darin nur Nachteile, wie das Meinungsforschungsinstitut "market" bereits im Vorjahr erhoben hat. Aber egal, ob man es liebt oder nicht, um 2.00 Uhr springen die Zeiger auf 3.00 Uhr.

Gestohlene Stunde wird im Oktober wieder zurückgezahlt
Erst Ende Oktober werden die gestohlenen 60 Minuten zurückgezahlt. Bis dahin werden wir mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt. Die Chronometer können bereits vor dem Schlafengehen umgestellt werden, mitten in der Nacht oder Sonntag früh. Besonders Schlaue lassen sich von einer Funkuhr die Arbeit abnehmen. Pünktlich wird das Zeitsignal aus der Nähe von Frankfurt die Zeiger wandern lassen. Möglich macht dies ein Langwellensender mit einer Mindestreichweite von 1.500 Kilometern, der Funkuhren auf den weltweit genauesten Chronometer abstimmt.

Keine Umstellungsmöglichkeit - außer eine gewaltsame und nicht empfehlenswerte - gibt es für Sonnenuhren, da sich unser Gestirn nicht um die Änderung kümmert. Damit die Sonnenuhr dennoch "richtig geht", muss man beim Ablesen eine Stunde dazuzählen.

Sommerzeit erst 1979 in Österreich eingeführt
Eingeführt wurde das Prozedere 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein.

Wie groß ist der Effekt der Sommerzeit tatsächlich? Laut E-Control hatte die Vorgängerorganisation, der Bundeslastzuteiler, 1980 eine maximale Einsparung von 0,28 Prozent des Jahresverbrauchs berechnet. Dies entsprach beim damaligen Verbrauch 88 GWh (88 Millionen kWh). Seither hat der Stromhunger um den Faktor 1,8 zugenommen, woraus sich für 2005 eine Einsparung von rund 160 GWH oder 80.000 Tonnen CO2 ergibt. Das Donaukraftwerk Ybbs erzeugt pro Jahr etwa 1.400 GWh, das KW Freudenau 1.100 GWh.

Kommentare

Unnötig Wozu soll es am Abend länger hell sein, damit man am Morgen das Licht aufdrehen muss? Warum besteht die Sommerzeit 7 Monate???? Wer kann dies beantworten!!!

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Ein Beweis für die Debilität unserer Politiker in Energiefragen Was war damals das Argument? Energie sparen. Damit ist bewiesen wie wenig Ahnung unsere Politiker, damals wie heute von Energie haben. Damals auch Kreisky mit dem Naß rasieren.

Er hatte keine Ahnung wieviel Strom ein Rasierer braucht, wieviel Energie für das Warmwasser nötig ist zum Naß rasieren. Wenn beim Naßrasieren auch nur 1 Liter runter pritschelt, dann ist das eine Strommenge für mindestens 10 Stunden Elektrorasierer.

wheeler1
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Re: Ein Beweis für die Debilität unserer Politiker in Energiefragen Da ich aufs rasieren pfeif, ist mir das wurscht. Zum Schluss hat der Kreisky auch nur mehr an Vollbart gehabt. Und nix war mit dem Rasieren.

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