Sommer ohne Hitzekollaps von

Hundeleben in der Hitze

Hunde leiden jetzt besonders unter extrem hohen Temperaturen. Mit einigen Tricks überstehen sie die aber ohne Probleme.

Sommer ohne Hitzekollaps - Hundeleben in der Hitze © Bild: Corbis

Zugegeben: Diese Woche könnte wärmer sein. Doch in diesem Jahr gab es schon einige 30-Grad-Tage. Und da heißt es unweigerlich aufpassen: Denn für unsere hitzeempfindlichen Vierbeiner können extreme Sommertage schnell zur Gefahr werden. Manchmal sogar mit tödlichen Folgen.

Das Auto als Tabuzone
Die größte Gefahr, die jährlich die meisten Hitzschlagopfer fordert, droht im Auto. Denn ein Fahrzeug, das in der Sonne steht, heizt sich in kürzester Zeit auf Schwindel erregende Backofentemperaturen (60 Grad und mehr) auf. Das ist für uns Menschen schon unerträglich, Vierbeiner sind aber
weitaus hitzeempfindlicher als wir. Im Gegensatz zu uns schwitzen sie nämlich nicht über Schweißdrüsen auf der Haut, sondern nur minimal über ihre Pfotenballen und den Nasenspiegel. Die Körpertemperatur wird vielmehr über das Hecheln reguliert. Wenn es zu heiß wird, kommen
die Tiere damit nicht nach – und überhitzen. Deshalb sollte das Auto im Sommer auch Tabuzone sein.

Muss man seinen Liebling trotzdem kurz einmal im Wagen allein lassen, ist Folgendes wichtig: im Schatten parken und bedenken, dass die Sonne wandert! Ein geöffneter Fensterspalt kommt einem geschlossenen Fenster gleich. Um einen Luftzug entstehen zu lassen (sofern draußen ein Lüftchen geht), muss man möglichst alle Fenster, das Dach und den Kofferraum (mit einer Halterung) ein gutes Stück öffnen. Sonnenblenden an den Fenstern – und vor allem der Windschutzscheibe – sorgen dafür, dass die Hitze eine Spur langsamer eindringt. Außerdem sollte der Hund immer Wasser bereitstehen haben. Helle Autos heizen sich übrigens ebenso schnell auf wie dunkle. Trotz aller Vorkehrungen müssen Hund und Auto in kurzen Intervallen kontrolliert werden.

Danach sollte es auch gleich Abkühlung geben: Wasserratten pritscheln etwa gern im eigenen Hundepool. Auch ein Kurzhaarschnitt erleichtert die Hitze. Und: Kühlende Halsbänder, Hundebetten, ja sogar Brustgeschirre liegen diesen Sommer voll im Trend.

Hilfe bei Hitzschlag

Anzeichen: Typisch sind sehr starkes Hecheln und Speicheln, Apathie, Erbrechen bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Körpertemperatur: Steigt diese von 38–39 auf 41 Grad, besteht Lebensgefahr.

Schatten: Den Hund sofort an einen kühlen, klimatisierten Ort bringen.

Kühlen: Mit kühlen (nicht kalten!) Wickeln an Hals, Kopf und Nacken kühlen.

Wasser: Hunde, die noch bei Bewusstsein sind, sofort mit Wasser versorgen.

Tierarzt: In jedem Fall muss der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

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