Sommer-Bilanz 2010: Jede Menge Sonne
und bis zu 37 Grad, aber auch viel Regen

Temperaturen lagen im Durchschnitt über dem Mittel Große Regenmengen in Vorarlberg und Burgenland

Sommer-Bilanz 2010: Jede Menge Sonne
und bis zu 37 Grad, aber auch viel Regen © Bild: APA/Neubauer

Der Sommer ist zumindest meteorologisch zu Ende, und er war warm und sonnig, aber zu feucht: Viel Regen und wenig Sonne im Juni, ein Hitze-rekordverdächtiger Juli und ein wechselvoller August mit teilweise großen Niederschlagsmengen. Im Schnitt um 0,5 bis 2,2 Grad lagen die Temperaturen über dem Mittel, auch der Niederschlag war reichlicher als Normal, die Sonne erfüllte ihr Soll.

1.000 Liter pro Quadratmeter regnete es innerhalb der vergangenen drei Monate in Bregenz, das waren fast doppelt so viel wie normal. Soviel Niederschlag gab es in der Vorarlberger Landeshauptstadt in der über 100-jährigen Messreihe im Sommer noch nie. So fasste die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) die vergangenen drei Monate zusammen.

Große Regenmengen in Vorarlberg
Die Folgen der großen Regenmengen im nördlichen Vorarlberg waren zahlreiche Murenabgänge sowie kleinräumige Überschwemmungen. Aber auch im Burgenland wurden rekordverdächtige Regenmengen registriert. In Eisenstadt kamen rund 410 Liter pro Quadratmeter zusammen, was der doppelten zu erwartenden Niederschlagsmenge entspricht.

Etwas zu trocken verlief der zu Ende gehende Sommer 2010 nur punktuell inneralpin wie etwa im Nordosten Kärntens, im Lungau oder der Region um Bruck/Mur. In diesen Gebieten lagen die Regensumme etwa 20 Prozent unter dem vieljährigen Mittel. Die Regionen südlich des Alpenhauptkamms waren aber besonders im Juli von anhaltender Trockenheit betroffen, wodurch es in der Landwirtschaft zu teils beträchtlichen Schäden gekommen ist.

Hitzewelle mit bis zu 37 Grad
Eine große Hitzewelle prägte den Sommer 2010. Im Juli wurde im Süden Österreichs stellenweise an 20 Tagen die 30 Grad-Marke überschritten und mit 37,2 Grad aus St. Andrä/Lavanttal stammt auch der absolut höchste Temperaturwert des Sommers 2010 aus Kärnten. Diese Hitzewelle gestaltete auch die Mitteltemperaturen des Sommers nachhaltig: Von Osttirol bis ins Südburgenland lagen die Monatstemperaturen um 1,5 bis 2,2 Grad über dem vieljährigen Mittelwert. Etwas "kühler" blieb es von Vorarlberg bis in den Wiener Raum, aber auch hier wurden positive Abweichungen von 0,5 bis 1,5 Grad zum Mittelwert registriert.

Die tiefsten Temperaturen wurden vielfach gleich zu Sommerbeginn Anfang Juni gemessen. Abgesehen von Bergstationen trat der absolute Tiefstwert am 1. Juni 2010 mit 0,6 Grad in der Ramsau und in St. Jakob/Defereggen auf. Auch wenn der subjektive Eindruck täuscht, über den gesamten Sommer gesehen erfüllte die Sonne ihr Soll in ganz Österreich.

(apa/red)