Sommer 2006: Das Wetter dreht durch

Zuerst Sahara-Hitze, dann der Kälteschock. Was ist mit unserem Wetter los?

Sommer 2006: Das Wetter dreht durch

Klimawandel: Die Erderwärmung bringt auch Unwetter und starken Regen.

Der 28. Juli war mit einer Spitzentemperatur von 37 Grad der – bis dato – heißeste Tag des Jahres. Elisabeth Fahrnberger aus Göstling an der Ybbs genoss diesen Freitag beim Baden am Göstlingbach, ließ aufgrund der tropischen Hitze ihre Füße im kühlen Nass baumeln und lachte insgeheim über alle, die ihren Urlaub im Ausland verbrachten. „Niemals hätte ich gedacht, dass die Temperaturen in wenigen Tagen um 20 Grad fallen würden“, erzählt die Tourismusmanagerin. Und doch: In der Nacht vor dem 7. August regnete es bei 16 Grad Außentemperatur bereits durch, und der Göstlingbach verwandelte sich in Rekordzeit in einen reißenden Strom. 40 Häuser wurden überflutet. Fahrnberger: „Nach der unglaublichen Hitzeperiode Ende Juli mussten wir plötzlich wieder einheizen. Es ist, als wäre der Spätherbst über Nacht gekommen. Was ist nur mit dem Wetter passiert?“

Extreme Hitze, extremer Regen. Eine Frage, die sich längst nicht mehr nur die Göstlinger stellen. An den Durchschnittswerten gemessen, war der Juli in Österreich so heiß wie niemals zuvor – in Wien lagen die mittleren Tagestemperaturen teilweise sogar bis zu sechs Grad über dem 30-Jahres-Schnitt. „Während wir im 19. Jahrhundert noch an rund zehn Tagen pro Jahr über 30 Grad Celsius hatten, liegen wir seit Mitte der 90er Jahre bereits bei 20 Tagen. Heuer setzt sich dieser Trend eindrucksvoll fort. Langfristig gesehen deutet das natürlich auf einen Klimawandel hin“, erklärt Wetterexperte Ernest Rudel von der Zentralanstalt für Meteorologie. „Wir befinden uns schon seit vielen Jahren in einer Phase der globalen Erwärmung, die auch regionale Auswirkungen hat“, bestätigt die populäre Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, „extreme Wettersituationen wie jene der letzten Wochen treten darum viel häufiger auf als früher.“

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