Soldaten sollen im Finanzministerium aus- helfen: Heeres-Mitarbeiter wechseln Ressort

Bis zu 400 Bedienstete werden bis 2013 umgeschult Werden vor allem für Betrugsbekämpfung eingesetzt

Soldaten sollen im Finanzministerium aus- helfen: Heeres-Mitarbeiter wechseln Ressort © Bild: APA/Neubauer

Bis zu 400 Bedienstete des Bundesheeres bekommen ab November eine neue Aufgabe: Sie werden ins Finanzministerium "übergleiten" - und dort nach entsprechender Ausbildung für die Betrugsbekämpfung eingesetzt. So sollen sie Kontrollen auf Schwarzarbeit oder von Glücksspielautomaten vornehmen, teilte das Verteidigungsministerium in einer Aussendung mit.

Die beiden Ministerien haben eine solchen Wechsel vereinbart - weil einerseits das Verteidigungsressort Bedienstete "über Stand" hat, die aufgrund der Bundesheerreform derzeit keinen Arbeitsplatz haben, und andererseits das Finanzministerium zusätzliche Kräfte für die Betrugsbekämpfung braucht.

400 Bedienstete wechseln
Vereinbart wurde, dass bis zu 400 Heeres-Bedienstete - in 50er-Gruppen - von November 2010 schrittweise bis 2013 in die Finanzverwaltung wechseln. Die nötige Ausbildung erhalten sie an der Bundesfinanzakademie. Betroffen sind vor allem Soldaten aus dem Unteroffizierscorps, die laut Ministerium "eine besondere Eignung als Kommandanten und Ausbildner, speziell im Bereich der Menschenführung" sowie eine fundierte Ausbildung im IT-Bereich haben. Sie seien daher schnell einsetzbar im Kampf gegen die Finanz- und Zollkriminalität. (apa/red)

Kommentare

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Weit sind wir gekommen Entweder arbeiten bei der Polizei und im Finanzwesen alles Idioten, weil man -wenn es Personalprobleme gibt - entweder auf die Post oder das Bundesheer zurückgreifen kann und dann ist wieder alles in Ordnung oder das ständige Liedchen von den ach so gut ausgebildeten Polizisten und Finanzern ist ein Märchen, dem jetzt, wo es diese Personalprobleme gibt, von den zuständigen Ressortministern selbst die Maske vom Gesicht gezogen wird. Denn wen es genügt, dass die in einem Schnellsiedekurs geschulten Leute des Heeres oder der Post ein vollständiger Ersatz für einen Polizisten oder Finanzer sind, dann brauchen die (Polizisten) ja nicht 2 Jahre in die Schule zu gehen sondern können ebenfalls in einen Schnellsiedekurs ausgebildet und dann in die jeweilige Uniform als vollwertige Kraft gesteckt werden!

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Re: Weit sind wir gekommen sorry heißt natürlich ...denn wenn ...

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Re: Weit sind wir gekommen Möglicherweise liegt der Sinn darin, dass ausgebildete Polizisten mehr Außendienst machen können, weil der Verwaltungs- und Schreibkram von umgeschulten Personen erledigt wird?

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Re: Weit sind wir gekommen Ohne es genau zu wissen: Normal läuft eine Sache, doch so ab: Ein Polizist stellt im Außendienst etwas fest. Dann geht er nach Haus in Büro und schreibt den Bericht, die Anzeige usw. Dies kann er nur tun, weil e r was gesehen und festgestellt hat. Wie soll ein Postler, der in der Wachstube gesessen hat einen Bericht oder eine Anzeige für den Polizisten schreiben, wenn er selbst nichts gesehen hat. Wenn der Polizist aber einen schriftlichen Bericht an den Postler geben muss, damit der dann die Anzeige oder den Bericht an die Behörde schreibt, dann ist der Verwaltungsaufwand ja noch größer, weil in der Zeit, wo er den Bericht an den Postler verfasst, kann er den Bericht ja selber schreiben oder sehe ich da was falsch?

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