Solar Impulse 2 von

Das essen Solarflugzeug-Piloten

Während ihrer geplanten Erdumrundung essen die Piloten elf Mal pro Tag

Solar Impulse 2 - Das essen Solarflugzeug-Piloten © Bild: SOLAR IMPULSE | STEFATOU | REZO.CH

Risotto und Lauch in luftiger Höhe: Für ihre geplante Erdumrundung mit einem Sonnenkraft-Flugzeug brauchen die beiden "Solar Impulse 2"-Piloten, Bertrand Piccard und Andre Borschberg, spezielle Nahrung. Leicht verträglich muss diese sein - und sich selbst erhitzen.

Zeit zum Kochen werden Piccard und Borschberg während ihrer Erdumrundung mit dem Solarflugzeug wohl kaum haben. Zugleich müssen sie aber elf Mal pro Tag eine Mahlzeit zu sich nehmen, um bei Kräften zu bleiben. Der Mensch brauche mehr Energie in der Höhe, auch wenn gleichzeitig der Appetit proportional zur Höhe abnehme, erklärt Nestle-Forscherin Amira Kassis in einer Mitteilung. Das Forschungszentrum von Nestle in Lausanne entwickelte zusammen mit den Beteiligten während vier Jahren Spezialmenüs für die "Solar Impulse 2"-Piloten.

Selbsterhitzende Säckchen

Zuerst hätten sich die Wissenschafter des Nahrungsmittelherstellers überlegt, die beiden Piloten während ihrer Tour auf eine Wasser- und Tiefkühlkost-Diät zu setzen. Allerdings könnte das Wasser bei Turbulenzen verschüttet werden und eines der zahlreichen im Flugzeug eingebauten elektronischen Systeme beschädigen. Zudem hätten sich Piccard und Borschberg aufgrund der erhöhten physischen Belastung eine warme Mahlzeit pro Tag gewünscht. Schließlich lösten die Forscher das Problem durch selbsterhitzende Säckchen, die laut Kassis genauso wie Handwärmer auf Druck reagieren. Damit verbraucht die Erhitzung der Mahlzeiten keine kostbare Energie, die dem Betrieb des Flugzeugs vorbehalten ist.

Die Menüs

Zu den verschiedenen Menüs gehören etwa Pilz-Risotto, Quinoa-Taboule, Poulet mit Sommergemüse und Erdäpfel mit Lauch, wie mit Lauch, wie Kassis gegenüber der US-Zeitung "Wall Street Journal" ausführte. Bertrand und Piccard haben laut Kassis jedes Menü mehrere Male probiert. Das Ziel sei nicht nur, dass die Imbisse kompakt, leicht verdaulich und verträglich seien - sondern dass sie den Piloten auch schmecken.

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