Sogar eigenee Chef verspottet Cheney:
Bush macht sich über Jagdunfall lustig

"Das 'B' im Namen steht für 'Bull's Eye'"

Wegen seines peinlichen Jagdunfalls ist US-Vizepräsident Dick Cheney bei einem traditionellen Journalisten-Empfang im Weißen Haus zur Zielscheibe des Spotts geworden. Auch Präsident George W. Bush machte sich über seinen Stellvertreter lustig, der bei einer Wachtel-Jagd im Februar versehentlich einen alten Freund angeschossen hatte. Eigentlich heiße sein Vize ja Richard B. Cheney, sagte Bush am Samstagabend beim traditionellen Gridiron-Dinner: "Das 'B' steht für 'Bull's Eye' (die schwarze Mitte einer Zielscheibe)."

Auch Cheneys vergeblichen Versuch, den Vorfall klein zu halten, indem er sich zunächst nicht an die Presse wandte, nahm Bush aufs Korn. Die Medien hätten ja ein fürchterliches Theater veranstaltet, sagte der Präsident ironisch, "Mein Gott, man könnte meinen, er hätte auf jemanden geschossen oder so etwas." Der Vizepräsident, der mit am Tisch saß, stimmte meistens in das Lachen der anderen mit ein.

Bush äußerte sich auch zu dem Vorwurf, nicht er selbst lenke die Regierung, sondern sein Berater Karl Rove oder eben Cheney. Zwar sage der Vizepräsident ihm, was er zu tun habe, erklärte Bush, aber Cheney folge nur dem Rat seiner Frau Lynne. "Lynne, ich finde, du machst einen tollen Job", sagte der Präsident.

(apa/red)