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Das Millionen-Märchen

Society - Das Millionen-Märchen © Bild: APA/Hochmuth

Er sichert das Überleben der Staatsoper. Er verwandelt das Haus am Ring in den größten Laufsteg der Welt. Er schärft Marken, befördert Karrieren und macht sogar aus Weinbergschnecken echte Gesellschaftstiere. Er ist ein Wirtschaftswunder im Walzertakt - besser bekannt als Wiener Opernball.

Gut, da sind all die Stars und Sternchen in ihren steifen Fracks und wuchtigen Roben, breit gefächerte Prominenz. Doch wer Österreichs wichtigsten Society-Event in seiner wahren Dimension begreifen will, der sollte sich zunächst ein paar Zahlen vor Augen führen: Der Wiener Opernball, der am kommenden Donnerstag zum 61. Mal stattfindet, ist ein Wirtschaftswunder im Dreivierteltakt.

Unter Regie der neuen Organisatorin Maria Großbauer lukriert die Staatsoper mit dem Großereignis heuer Einnahmen in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Dem stehen Gesamtausgaben in Höhe von 3,5 Millionen Euro gegenüber - womit unterm Strich 1,1 Millionen Euro Gewinn bleiben. Ja mehr noch: "Der Opernball hat höchste Umwegrentabilität", sagt Elisabeth Gürtler, die als ehemalige Ballorganisatorin und umtriebige Touristikerin gleich doppelt Einblick hat. "Die Gäste müssen ja auch Quartier nehmen und essen, die Damen gehen zum Friseur und kaufen schöne Kleider, die Besucher fahren mit dem Taxi in die Oper." Konservativ geschätzt liegt die gesamte Wertschöpfung rund um das große Gewalze bei 15 Millionen Euro.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von News (Nr. 7/2017): Wer vom Wiener Opernball wirklich profitiert und wer damit Karrieren pusht!

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