So gut wie sicher: Strache geht für FPÖ als Spitzenkandidat in Nationalrats-Wahlkampf

Vilimsky: "Glaube, dass er unumstritten sein wird" Inhaltlich soll Abrechnung mit EU-Vorsitz erfolgen

So gut wie sicher: Strache geht für FPÖ als Spitzenkandidat in Nationalrats-Wahlkampf

Die FPÖ wird am 24. Juni in Linz ihren Wahlparteitag abhalten. Am Programm steht dabei die Positionierung für den Nationalrats-Wahlkampf und voraussichtlich auch die Kür des Spitzenkandidaten. Überraschungen dürfte es dabei nicht geben - der Spitzenkandidat wird aller Voraussicht nach Heinz Christian Strache heißen. "Davon gehe ich aus. Ich glaube, dass er unumstritten sein wird", sagte FP-Generalsekretär Harald Vilimsky im Gespräch mit der APA.

Inhaltlich will sich die FPÖ bei ihrem Parteitag auch der "Abrechnung mit dem österreichischen EU-Vorsitz" widmen, sagt Vilimsky. Formal sei die Wahl des Spitzenkandidaten durch den Parteitag nicht nötig, diese Vorgangsweise sei aber "das beste Signal gegenüber der Parteiöffentlichkeit", so der FP-Generalsekretär.

Wieder abgekommen ist die FPÖ nach Angaben des Parteimanagers vom Plan, ihren 50. Geburtstag im Vorfeld des Parteitags zu feiern. Nun hat man sich auf eine andere Variante verständigt: Das Geburtstagsfest soll nach der Nationalratswahl "auf parlamentarischem Boden" stattfinden. Die FPÖ dürfte den Einzug in den Nationalrat nach derzeitigem Stand im Gegensatz zum BZÖ ohne Schwierigkeiten schaffen.

Eigentlich begeht die FPÖ ihren 50. Geburtstag bereits am 7. April. An diesem Tag ist zwar auch eine Feier vorgesehen, aber lediglich im kleinen, inoffiziellen Rahmen im achten Wiener Gemeindebezirk, wo 1956 auch die Parteigründung erfolgte, sagt Vilimsky.

Zu feiern hat die FPÖ am Freitag noch ein zweites Jubiläum, nämlich den ersten Jahrestag des Parteiausschlusses von Jörg Haider. Der Langjährige FP-Chef war vor genau einem Jahr - drei Tage nach der BZÖ-Gründung - von Interims-Obmann Hilmar Kabas aus der Partei verbannt worden.

Der Kärntner FP-Chef Karlheinz Klement bezeichnete die Parteispaltung am Donnerstag "trotz aller Schwierigkeiten" als "Befreiung von Wendehälsen, Duckmäusern und Rückgratlosen". Die FPÖ müsse nun Geschlossenheit zeigen. "Wenn wir unseren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen, kommt der Erfolg mit Sicherheit", so Klement in einer Aussendung.(APA/red)