So gefährlich ist er: H. C. Strache hat in Wien das Schreckgespenst FPÖ wiederbelebt

Ideologe oder Karrierist: Für die einen gefährlicher Rechtsaußen, für die anderen ein Haider-Klon.

So gefährlich ist er: H. C. Strache hat in Wien das Schreckgespenst FPÖ wiederbelebt

H. C. Strache hat in Wien das Schreckgespenst FPÖ wiederbelebt. Noch wollen den ‚neuen Haider‘ nur 7 Prozent österreichweit wählen. Aber: 28 Prozent halten ihn für ‚wählbar‘. HC statt HJ. Strache will als „neuer Haider“ mit den alten Methoden die Geschichte wiederholen. Gegen Ausländer, gegen die EU, gegen „Privilegien“ ein rechter Stimmenfänger werden. Ist er mehr als eine „billige“ Kopie Jörg Haiders?

Er habe, erzählt der Mann mit den stahlblauen Augen, die den Wörthersee zum Gefrieren bringen könnten, „auf Anhieb“ bei seiner ersten geschlagenen Wahl „15 Prozent“ erreicht. Im Unterschied „zum anderen“, der 1987 „bei seiner ersten Wahl „nur zehn Prozent“ erzielt habe. Er, das ist Heinz-Christian Strache, der partout kein „Haider-Klon“, erst recht kein „neuer Haider“ sein will, als den ihn so viele belächeln, und der sich doch immer wieder mit „dem anderen“, mit Jörg Haider, vergleicht. Er, das ist jener ehrgeizige Blaue, der genau 19 Jahre nach Haiders Aufstieg an der blauen Parteispitze, mit den gleichen dumpfen Wahlkampftönen, den „anderen“ besiegt hat.

Zwei Tage nach der Wiener Landtagswahl wirkt Heinz-Christian Strache, der fünf Prozentpunkte verloren hat und doch mit seinen 15 Prozent als neuer „Held der Rechten“ von den einen bejubelt, von den anderen gefürchtet wird, zielstrebiger, aufgeputschter denn je. Keine Frage, der FPÖ-Chef will in die Fußstapfen seines einstigen Mentors, der ihn bereits 2002 als „talentierten Politiker und möglichen FPÖ-Obmann“ bezeichnet und dann erbittert bekämpft hatte, steigen.

Und dafür ist der 36-Jährige wie einst Haider, den er heute als „Pausenclown“ und „Politleiche“ im NEWS-Interview ins Lächerliche zu ziehen sucht, zu vielem, zu fast allem bereit. Dafür agitiert er seit Wochen gegen „die vielen Ausländer in Österreich“, dafür ist er fast Tag und Nacht als selbst ernannter „Volkstribun“ unterwegs und wischt Vorwürfe, er agiere bewusst mit Fremdenfeindlichkeit, kalt als „Diffamierung der linken Gutmenschen“ vom Tisch. Und dafür fabuliert er auch wieder von der ominösen „linken Jagdgesellschaft“, von der sich seinerzeit auch Haider stets „verfolgt“ gefühlt hatte.

Ein „neuer Demagoge“, wie auch sämtliche internationale Medien von der „Zürcher Zeitung“ bis zur „Frankfurter Allgemeinen“ bereits kommentieren, hat sich aufgemacht, um „in Österreich wieder kräftig umzurühren“. Ein Gespenst, das mit Haiders langsamem Fall längst besiegt geglaubt war, geistert seit vergangenem Sonntag wieder durch Österreich – hat ein ganzes Land aus seiner vermeintlichen Ruhe gegenüber den Geistern der Vergangenheit gerissen.

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PLUS: Das NEWS-Interview mit HC Strache