Snowboarder auf Gletschereis: Weltcup macht am Wochenende in Sölden Station

Parallel-Riesentorläufe der Damen und Herren ÖSV-Asse fahren im Heimrennen um Podestplätze

Eine Woche nach dem Hallen-Auftakt im niederländischen Landgraaf wird der Snowboard-Weltcup am kommenden Wochenende in Sölden mit zwei Parallel-Riesentorläufen fortgesetzt. Die Boarder müssen aber wegen der prekären Schneelage auf den oberen Teil des Rettenbach-Gletschers ausweichen. Eine Woche später findet auf dem unteren und steileren Teil der Weltcup-Auftakt der Alpinskifahrer statt.

Für die Boarder ist es ein Extremprogramm. Denn nach den beiden fast auf Meereshöhe ausgetragenen Parallel-Slaloms in den Niederlanden müssen sie nun bei den Parallel-Riesentorläufen in Sölden vom höchsten erreichbaren Punkt des Rettenbachferners starten und der liegt auf 3.200 m. Selbst das Ziel ist noch auf 3.050 m, dort starten eine Woche später Hermann Maier und Co ihren Riesentorlauf. Die Rennen der Damen (Samstag) und der Herren (Sonntag) sind live im ORF-TV zu sehen.

Österreichs Asse sind auch nach der internen Umstrukturierung bereits sehr gut in Form, wie der Sieg des Olympia-Dritten Sigi Grabner in Landgraaf und die beiden Podiumsplätze von Marion Kreiner und Heidi Neururer bewiesen. Zudem bescherte Sölden vor allem den ÖSV-Damen bisher schöne Erfolge. Doresia Krings hat 2003 und 2004 gewonnen, nur im Vorjahr gingen die ÖSV-Damen leer aus.

Die ÖSV-Herren wollen beim Heimrennen die zuletzt absolute Vormachtstellung der Schweizer brechen, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils die ersten vier Plätze belegt haben. Sie müssen es nur ihrem Weltcup-Trainer Felix Stadler nachmachen, der 2002 als Aktiver Platz zwei im PGS von Sölden belegt hatte. Vielleicht kommt ihnen das nach oben auf den doch deutlich flacheren Teil verlegte Rennen diesbezüglich entgegen.

Bei den Damen richtet sich das Augenmerk auch auf die deutsche Olympia-Zweite Amelie Kober. Im Vorjahr hat die 18-jährige, angehende Polizeimeisterin in Sölden als Zweite die Olympia-Qualifikation geschafft und dann in Italien die Silbermedaille geholt. Vor einer Woche gewann dann die Freundin von Herminator-Bruder Alex Maier und deutsche Junioren-Sportlerin des Jahres den Weltcup-Auftakt in Landgraaf.

Im deutschen Snowboard-Lager gab es zuletzt auch einige Unruhe, weil Ex-Weltmeister Markus Ebner auf juristischem Weg die Nominierung für den Weltcup-Auftakt in Landgraaf erzwungen hatte. Im Snowboard-Verband Deutschland (SVD) war man davon ausgegangen, dass der 35-Jährige seine Laufbahn beendet hat. Für Sölden wurde Ebner nicht nominiert.

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Das Snwobaord-Weltcup-Programm Sölden:
Samstag: PGS Damen (Qualifikation 9:30 Uhr, Finale 12:15 Uhr)
Sontag: PGS Herren (Qualifikation 9:15 Uhr, Finale 12:05 Uhr)