Premierensieg für Lukas Mathies

Vorarlberger triumphierte in Rogla - "Viel Selbstvertrauen" für Sotschi

von Lukas Mathies © Bild: GEPA pictures/Markus Oberlaender

Mathies hatte im Dezember bereits mit zwei dritten Plätzen in Carezza aufgezeigt. Diesmal gelang ihm der Sprung ganz nach oben auf das Podest. "Heute ist mir alles aufgegangen, das ist unglaublich", jubelte Mathies. Auf den Plätzen landeten der slowenische Lokalmatador Zan Kosir und der Franzose Sylvain Dufour. Die beiden sind auch die ersten Mathies-Verfolger im Weltcup.

"Viel Selbstvertrauen" für Sotschi

Schon in der Qualifikation war der Vorarlberger der Schnellste gewesen. "Ich habe jeden Lauf gewonnen. Ich bin sehr glücklich über diese Konstanz. Das war mein dritter Podestplatz in diesem Jahr, das gibt mir auch im Hinblick auf Sotschi sehr viel Selbstvertrauen", erklärte Mathies.

Vor Olympia stehen für die Raceboarder nur noch in zwei Wochen in Sudelfeld Weltcup-Bewerbe auf dem Programm - diese allerdings bereits nach der Nominierung am 27. Jänner. Mathies hat sein Ticket längst in der Tasche, dahinter wird es bei den Herren um die drei weiteren Plätze aber eng. Andreas Prommegger fuhr in Rogla auf Platz sechs, Vierfach-Weltmeister und Olympia-Silbermedaillengewinner Benjamin Karl kam nicht über Rang elf hinaus.

Grabner: "Hoffnugn stirbt zuletzt"

Für Sotschi sollte es für das Duo dennoch reichen, hat sich doch auch sonst kein ÖSV-Boarder aufgedrängt. Anton Unterkofler hat zwar den Auftakt in Carezza gewonnen, seither aber keine Qualifikation mehr überstanden. Für Routinier Siegfried Grabner könnte sein 28. Platz in Rogla für die fünfte Olympia-Teilnahme zu wenig sein. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagte der 38-Jährige. "Es liegt nicht mehr in meiner Hand."

Sondern in jener der Trainer, die ihr Olympia-Team Anfang kommender Woche bekannt geben wollen. Nur jeweils vier Plätze gibt es bei den Damen und Herren, daraus müssen sowohl Riesentorlauf als auch Slalom besetzt werden. "Ich sehe meine Stärke in der Ausgeglichenheit in beiden Disziplinen", meldete Grabner noch Hoffnungen bei ÖSV-Chefcoach Tom Weninger an.

Dujmovits, Meschik und Kreiner überzeugen

Bei den Damen bestätigten Dujmovits, Meschik und Kreiner ihre gute Form. Im direkten Duell um Platz drei setzte sich Dujmovits gegen ihre Teamkollegin durch. "Es ist zufriedenstellend, in beiden Disziplinen Topleistungen bringen zu können", sagte die Burgenländerin, die schon vergangenen Sonntag im Parallelslalom in Bad Gastein als Zweite auf dem Podest gelandet war. Auch Meschik war stark. "Im Semifinale und Finale habe ich aber zu viel riskiert", erklärte die Kärntnerin ihre Ausrutscher.

Im Kampf um das vierte ÖSV-Olympiaticket brachte sich die 40-jährige Claudia Riegler (14.) gegenüber Sabine Schöffmann (24.) in Pole Position. Ihren Premierensieg holte sich die Tschechin Ester Ledecka vor der Japanerin Tomoka Takeuchi. Ledecka, im Halbfinale gegen Meschik erfolgreich, ist zuletzt auch im alpinen Ski-Europacup aktiv gewesen. Gut möglich, dass die 18-Jährige in Sotschi nicht nur mit einem, sondern auch auf zwei Brettern antritt.

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