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SMG-Novelle: 14 Festnahmen
in den ersten 24 Stunden

Vier Verdächtige nach polizeilicher Einvernahme in Justizanstalt Josefstadt überstellt

Fakten - SMG-Novelle: 14 Festnahmen
in den ersten 24 Stunden © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Mit bis zu 100 festgenommenen Dealern ist im Vorfeld des Inkrafttretens der Novelle des Suchtmittelgesetzes gerechnet worden. In den ersten 24 Stunden waren es schließlich 14 Männer, für die in Wien wegen Verdacht auf Drogenverkauf die Handschellen klickten. Vier wurden nach ihrer polizeilichen Einvernahme in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.

Ob über die Tatverdächtigen die U-Haft verhängt wird, dürfte sich im Verlauf des Donnerstag entscheiden, hieß es seitens des Straflandesgerichts. Nur einer der vier Männer war wegen des neuen Tatbestands Suchtgifthandel im öffentlichen Raum aufgegriffen worden.

Novelle trat am Mittwoch um 0.00 Uhr in Kraft

Die Gesetzesnovelle trat am Mittwoch um 0.00 Uhr in Kraft, sie soll der Polizei ein schärferes Vorgehen gegen den Drogenhandel ermöglichen. Die Lage an den Hotspots war dann untertags merklich ruhig, Dealer kaum sichtbar. "Es gab 14 Festnahmen nach dem Suchtmittelgesetz. Vier Personen wurden in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert, eine auf freiem Fuß angezeigt und neun befinden sich noch in Verwahrungshaft", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Donnerstagvormittag der APA.

Festnahmen an bekannten Hotspots

Die Männer waren im Alter zwischen 15 und 36 Jahren. Bei zwölf handelt es sich um Asylwerber - vier Gambier, drei Nigerianer, zwei Afghanen und je ein Mann aus Sierra Leone, Marokko und Russland. Zwei festgenommene waren Österreicher. Der Großteil der Männer, die Cannabiskraut und vereinzelt auch Kokain bei sich hatten, wurde entlang der bekannten Hotspots der U-Bahn-Linie 6 festgenommen. Der Asylwerber aus Sierra Leone widersetzte sich seiner Festnahme am Margaretengürtel und verletzte dabei zwei Polizisten, sagte Maierhofer.

"Ziel des Gesetzes war es, den Drogenhandel im öffentlichen Raum einzudämmen. Der gestrige Tag hat gezeigt, dass das Gesetz wirkt", zog Christian Pilnacek, Strafrechts-Sektionschef im Justizministerium, ein erstes Resümee.