Was kann das
neue iPhone? [Vorschau]

Im Oktober erscheint das nächste iPhone. Massive Veränderungen dürfte es nicht geben, aber die Summe an Detailverbesserungen fällt jetzt schon auf. Der folgende Überblick verrät, welche Neuerungen im iPhone 13 stecken werden.

von Smartphones - Was kann das
neue iPhone? [Vorschau] © Bild: iStockPhoto.com

Unter dem Titel "Spring Loaded" startet Apple heute am Abend seine erste Konferenz für das Jahr 2021. Zu rechnen ist dabei "nur" mit neuen iPads und neuem Zubehör, das nächste iPhone muss noch warten. Stattdessen sind es bislang vielmehr Insider und Zulieferer, die via Internet schon sehr konkrete Details zum iPhone 13 durchblicken lassen.

Vier Modelle

Wie im Vorjahr bleibt Apple offensichtlich bei seiner Aufteilung vier Modelle je Serie anzubieten. Demnach wird es wieder ein iPhone 13 Mini, ein iPhone 13, ein iPhone 13 Pro und ein iPhone 13 Pro Max geben. Ersteres soll es gerüchteweise nur noch heuer geben, ab 2022 soll Schluss mit dem Mini sein.

Wiie schon beim Vorgänger werden sich die Modelle in erster Linie in der (Display-)Größe und im Gewicht unterscheiden. Die Pro- und Pro-Max-Modelle punkten darüber hinaus wohl wieder mit einem zusätzlichen Teleobjektiv und generell besseren Kamera-Optionen.

Alles dicke "Waschl"?

Was ein wenig überrascht: Ersten Leaks zufolge werden die neuen iPhones eine Spur kompakter in den Abmessungen, dafür aber auch dicker ausfallen.

Nach wie vor nicht vermeiden lassen sich offenbar abstehende Kamera-Module, was das kleine Ärgernis nach sich zieht, dass alle Modelle ohne Schützhülle wackeln, wenn man sie auf eine plane Unterlage legt.

Enorme Abweichungen vom Design des iPhone 12 sind nicht zu erwarten, Apple will es diesmal eher bei kleineren kosmetischen Details belassen, wie etwa der Größe der seitlichen Tasten. Auch die "Aussparung" (Notch) am oberen Bildschirmrand dürfte etwas kleiner ausfallen, hier zeigen Android-Geräte wieder einmal vor, dass man mittlerweile auch schon gänzlich ohne auskommen kann.

Deutlich besserer Bildschirm

Spürbare Verbesserung wird allem Anschein nach eine neue Bildschirm-Technologie bringen. Ein sogenanntes LPTO-Display ermöglicht es, dass die Bildwiederholrate auf dem Bildschirm variabel und mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde wiedergegeben werden kann.

In der Praxis bedeutet das, dass der Bildschirm deutlich schneller reagiert und Inhalte im Vergleich zu ältreren Modellen auch ruckelfrei darstellt, was sich insbesondere beim Scrollen und bei Spielen bemerkbar macht.

Fast noch besser ist aber die Tatsache, dass diese LTPO-Technologie als "Always On"-Bildschirm genutzt werden kann. Das heißt, dass eingehende Benachrichtigungen sofort visuell angezeigt werden können. Bisher konnte man sich nur über den Blitz der rückwärtigen Kamera über Umwege ein Signal dafür geben lassen.

Praktische Modi für die Kamera

Apropos Kamera: Das rückwärtige System aus drei Sensoren verspricht minimale Verbesserungen eines ohnehin sehr hohen Standards. Zunächst dürfte die Blende im Ultra-Weitwinkel verbessert werden, wodurch Aufnahmen besonders bei schlechten Lichtverhältnissen aber auch insgesamt besser ausgeleuchtet werden.

Darüber hinaus soll sich Apple den Astrophotography-Modus von Google abgeschaut haben, der sich automatisch bei Aufnahmen des Nachthimmels aktiviert wird. Darüber hinaus ist die Rede davon, dass der Prozessor des iPhone 13 endlich stark genug ist, um den Bokeh-Effekt im Porträt-Modus nicht nur für Fotos, sondern auch für Videos zu berechnen.

Prozessor? Ja, eh!

Was das neue Innenleben darüber hinaus anbelangt, ist nichts zu erwarten, was einem den Atem rauben könnte. Natürlich ist der hauseigene Bionic-Prozessor in Ausgabe 15 - wie schon angedeutet - wieder einen Hauch schneller, macht sich aber allenfalls dadurch im Alltag bemerkbar, dass er gleichzeitig auch mit einem geringeren Stromverbrauch punktet.

Wesentlich interessanter ist das schon das hartnäckige Gerücht, dass man sein iPhone erstmals mit 1 Terabyte Speicher ausstatten kann. Allerdings nur die Pro-Versionen, ansonsten gilt die Bandbreite von 128 bis 512 GB Speicher, die in der Regel auch mehr als genug ist.

Im Zeitplan

Anders als im ersten Corona-Jahr 2020 sollen die iPhone-Modelle wie gewohnt in der dritten September-Woche angekündigt und nach und nach im Laufe des Oktobers im Handel erhältlich sein werden.

Ach ja, last but not least könnten farblich zwei neue Varianten ins Spiel kommen: Zum einen soll es die Überlegung geben, iPhone auch in einem bronzefarbenen Ton anzubieten. Zum anderen dürfte Graphit einem matten Schwarz weichen. Ob das iPhone tatsächlich ein schicker Fang wird, zeigt sich dann im Herbst.