Smartphone-Besitzer stürmen App Stores:
2016 knacken Downloads 44 Millionen-Marke

Bisher wurden bis zu 16 Millionen Apps geladen Trend zu Tablets lässt App-Nachfrage weiert steigen

Smartphone-Besitzer stürmen App Stores:
2016 knacken Downloads 44 Millionen-Marke © Bild: Reuters/Galbraith

Was wären Smartphones ohne Apps? Das denken sich auch die Besitzer solcher Geräte und verschaffen Apple und Google saftige Gewinne. Die beiden Technologieriesen tragen den Kampf um die Vorherrschaft im App-Markt zwar weitgehend unter sich aus, aber aufstrebende Angebote der Konkurrenz wie der Windows Marketplace, Nokias Ovi Store oder RIMs App World holen auf und lassen die Download-Zahlen rasant klettern. Den Marktforschern bei ABI Research zufolge steigt die Nachfrage im App-Geschäft weiter. Über 44 Mrd. Programme werden die User bis 2016 laden - dreimal mehr als heute.

Derzeit halten die Anbieter bei einem Stand von 15 bis 16 Mrd. App-Downloads. Davon wurden allein 14 Mrd. Anwendungen aus Apples App Store und Googles Android Market bezogen. Dabei existieren die beiden Angebote noch keine drei Jahre. Die zunehmende Bedeutung von Windows Phone 7 verleiht aber insbesondere auch der Microsoft-Plattform höheres Gewicht in den Prognosen für die kommenden Jahre. Die stärksten Umsätze mit den Applikationen kann aktuell Apple mit deutlichem Respektsabstand für sich verbuchen.

Spiele nehmen einen besonders hohen Anteil des boomenden App-Geschäfts ein. Das Angebot an Games und mobilen Smartphone-Tools steigt aber nach wie vor. Apples App Store und der Google Android Market bieten aktuell rund 350.000 bzw. 330.000 der kleinen Programme. Dahinter liegen Nokia, RIM und Microsoft mit insgesamt etwa 85.000 Tools.

Gleichzeitig nimmt die Verbreitung jener Geräte, auf denen die Apps genutzt werden können, weiterhin rasant zu. Das Smartphone-Geschäft beflügelt laut IDC-Daten den Handy-Verkauf kräftig. Zusätzlich lässt der Trend zu Tablet-PCs die App-Nachfrage weiter steigen. Im ersten Quartal ist der Mobiltelefon-Absatz weltweit um fast 20 Prozent auf insgesamt 372 Mio. Geräte gewachsen. Die Alleskönner nehmen Schätzungen zufolge davon knapp ein Viertel ein, was einer Steigerung im Smartphone-Geschäft um 70 Prozent entsprechen würde. Mit konkreten Zahlen für das erste Quartal ist aber erst in den kommenden Wochen zu rechnen.

(pte/red)