Skype-Gründer geht, jajah überzeugt eBay:
Austro-Rivale punktet bei der Skype-Mutter

FORMAT: Die stillschweigende Click-to-call-Lösung Kostenloser 0800-Kontakt zum Verkäufer via jajah

Skype-Gründer geht, jajah überzeugt eBay:
Austro-Rivale punktet bei der Skype-Mutter © Bild: FORMAT/Pertramer

Dass 2,1 Milliarden Dollar ein (zu) hoher Preis sind, hatten kritische Beobachter schon vor zwei Jahren moniert, als sich eBay-Chef Meg Whitman den Internettelefonie-Revolutionär Skype schnappte. Die Fantasien, wie die drei Top-Marken eBay, Paypal (Bezahldienst) und Skype dem Internet ihren Stempel aufprägen würden, waren dennoch groß. Strategie-Chef und Skype-Mitgründer Janus Friis glaubte daran, "dass wir die Art und Weise verändern können, wie Menschen online kommunizieren und Geschäfte tätigen".

Das Experiment Whitmans, mit Skype die verbale Kommunikation auf eBay zu bringen, muss jetzt als gescheitert betrachtet werden. Das Auktionshaus schrieb diese Woche 1,2 Milliarden vom damaligen Kaufpreis ab. Von den aktuell 220 Millionen Skype-Nutzern ist rund ein Fünftel aktiv, und die bescherten vergleichsweise magere Quartalsumsätze von 90 Millionen. Und die tageweisen Ausfälle machten den Dienst für Businesskunden zuletzt wenig vertrauenswürdig.

Doch das ist nicht alles: Nachdem Friis sein geniales Know-how schon bald nach dem eBay-Deal ins nächste Start-up "Joost" steckte, zog sich diese Woche auch Niklas Zennström aus dem eBay-Vorstand zurück. Branchenkenner hat dieser Abgang - parallel zum GoLive von Joost - nicht überrascht, sehr wohl aber die Tatsache, dass es keinen Nachfolger für ihn gibt.

In den Schlagzeilen um Zennströms Abgang ging eine Meldung unter, deren Bedeutung sich zeigen wird. eBay ist ein stillschweigendes Verhältnis mit der Skype-Konkurrenz eingegangen. jajah hat es mit seiner Click-to-call-Lösung vor wenigen Tagen auf die Plattform geschafft und wird dieser Tage schon eine Million jajah-Buttons haben, wie jajah-Gründer Roman Scharf berichtet. "eBay promotet das selbst zwar noch nicht", schmunzelt er, "aber allein die Tatsache, dass sie uns erlauben, diese Kommunikationslücke zu schließen, zeigt, dass wir das richtige Konzept haben." jajah hat die Idee der 0800er-Nummern ins Web transferiert. Scharf: "Da noch immer 90 Prozent der Nutzer lieber via Telefon sprechen als über den PC, ist unser Zugang der bessere, da bequem und logisch."

Den kompletten Beitrag können Sie im FORMAT Nr. 40/07 nachlesen!