Skylink schon bei Fertigstellung zu klein:
AUA-Boss Malanik übt Kritik am Bauprojekt

"Ausufernde Kosten sind nur Hälfte des Problems" Flughafen Wien bräuchte dringend eine dritte Piste

Skylink schon bei Fertigstellung zu klein:
AUA-Boss Malanik übt Kritik am Bauprojekt © Bild: APA/Jäger

Peter Malanik, Vorstand der AUA (Austrian Airlines), sieht die mehrfachen Verzögerungen beim Flughafen-Terminalbau Skylink kritisch. "Für unseren Bedarf ist Skylink bereits zu klein, wenn er in Betrieb geht", stellte Malanik in einem Interview im "Standard" fest.

"Wir, die Lufthansa-Gruppe, werden nicht alle Flüge dort unterbringen. Es wäre schön gewesen, aber Skylink hat zu wenige Andockpositionen. Wir müssen künftig auch die alte Infrastruktur am Pier Ost nutzen", schilderte der AUA-Chef. Malanik geht jetzt davon aus, dass der Bau wie angekündigt 2012 in Betrieb geht. Mittlerweile sei so viel Druck vorhanden, diesen Termin einzuhalten, dass es sich niemand leisten könne, die Fertigstellung abermals nach hinten zu verschieben.

Die ausufernden Kosten von Skylink sind nur eine Hälfte des Problems am Flughafen, meint der AUA-Manager. Gravierend seien auch die Verspätungen, die der Terminalbau im Laufe der Jahre aufgerissen hat. Vom neuen Flughafen-Chef Christoph Herbst erwartet sich Malanik, dass er die strategische Ausrichtung des Flughafens als Drehkreuz- Airport festlegt, ein Bekenntnis zum Transfer-Flughafen ablegt. Das sei bisher nicht der Fall gewesen.

Bau einer dritten Piste notwendig
Dringend sei zudem der Bau der dritten Piste in Wien-Schwechat. "Wir haben seit Jahren Vorleistungen für den Bau erbracht und für jeden Passagier einen Umwelt-Euro in einen Fonds einbezahlt. Mit dem Geld werden mittlerweile Ortsverschönerungen bezahlt oder neue Fenster eingebaut. Jetzt hätten wir aber gerne eine Gegenleistung, also die dritte Piste, aber die kommt nicht", kritisiert Malanik.

Unterdessen wollen die FPÖ Landesorganisationen in Wien und Niederösterreich in ihren Bundesländern Untersuchungsausschüsse zum Bau des neuen kostspieligen Piers Skylink am Flughafen Wien einberufen. Die nötige politische Unterstützung anderer Parteien ist allerdings noch ausständig.

(apa/red)

Kommentare

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wer die Fam. Gabmann kennt wundert sich nicht ? Was hat LH Pröll geritten, daß er Gabmann so einen verantwortungsvollen Job besorgt hat ? Wollte er ihn in NÖ. unbedingt los haben ? Was weiß Gabmann von Pröll und umgekehrt ? Wie viel Geld will Pröll durch Gabmann den NÖ noch abnehmen ? So eine Postenvergabe ist wirklich dubios und gehört genau durchleuchtet ! Wer hat da was verdient ?

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Re: wer die Fam. Gabmann kennt wundert sich nicht ? ALLE Veranwortlichen gehören FRISTLOS entlassen - verständlich nach dem man vorher die Verantwortlichen (??) mit entsprechenden Schadensersatzklagen ausgestattet hat! Hier geht es um hunderte Millionen EURO Steuergeld!!!!! Da zieht man wochenlang über den "Schönling Grasser" her - wer übernimmt in diesem Fall (!!) die Verantwortung?? Offensichtlich NIEMAND!!
Jetzt ist mir klar, warum unsere Republik eine "Bananen Republik" genannt wirdnennt!

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