Motor von

Den Yeti gibt es nicht mehr

Skoda Karoq © Bild: Hersteller

Die SUV-Offensive bei Škoda geht munter weiter: Jüngstes Mitglied in dieser Gattung ist der Karoq, der Vorgänger Yeti in Pension schickt.

Bei der tschechischen Volkswagen-Tochter Škoda sind ja längst moderne Zeiten angebrochen - die aktuelle Modellpalette, von Fabia bis Superb, entspricht genau den Anforderungen, die Erfolg auf dem europäischen Automarkt versprechen. Doch jetzt musste auch der letzte Botschafter der alten Ära, der leicht schrullig anmutende SUV namens Yeti, in Pension gehen. Der hatte zwar eine eingeschworene Fangemeinde, aber andererseits auch stark polarisiert.

Der Neue heißt Karoq und stärkt die vor einem halben Jahr gestartete SUV-Offensive mit einem sehr ansprechenden Modell. Denn der Karoq misst praktische 4,38 Meter Länge und liegt somit zwischen dem großen Bruder Kodiaq und dem eben abgelösten Yeti. Und natürlich steht er optisch ganz im Zeichen des momentan angesagten SUV-Designs, das sich Škoda-typisch durch schmale Scheinwerfer, eckige Heckleuchten und den bezeichnenden Kühlergrill auszeichnet. Und das natürlich gewollt an den großen Bruder erinnert. Verantwortlich für die scharf gezeichneten Linien - nicht nur des neuen Karoq, sondern aller Škodas ab dem Octavia - ist der Steirer Karl Neuhold, Leiter Exterieur Design der Marke.

Skoda Karoq
© Hersteller

Der Innenraum zeigt ein komplett neu konzipiertes Armaturenbrett, das auch eine Novität der Marke birgt: Als erster Škoda überhaupt bekommt der Karoq auch ein virtuelles Cockpit, das allerdings erst ab Frühjahr nächsten Jahres und überdies gegen einen Extra-Obolus erhältlich ist. Der klassische Tacho und Drehzahlmesser bleiben also erste Wahl.

Und noch etwas ist innen neu. Über das ebenfalls optionale Varioflex-Sitzsystem können die beiden äußeren Fondsitze einzeln verschoben oder ganz herausgenommen werden, was das Ladevolumen (ein Manko des Yeti) auf bis zu 1.810 Liter anwachsen lässt. Auch unter der Motorhaube tut sich einiges: Zum soeben erfolgten Marktstart stehen zwei Benziner (115 und 150 PS mit Zylinderabschaltung) und zwei gleich starke Diesel zur Wahl; ein 190-PS-Diesel folgt im Frühjahr.

Skoda Karoq
© Hersteller

Wir konnten zwei Versionen schon ausgiebig testen: Der Zwei-Liter-Diesel mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe fährt solide, schlägt sich im leichten Gelände wacker, biegt souverän um die Ecke - und enttäuscht leistungsmäßig ein wenig. Nicht, dass der 150-PS-Diesel lahm wäre, aber rein subjektiv macht der kleine dreizylindrige Benziner mit 115 PS und Schaltgetriebe einen muntereren Eindruck. Er lässt sich butterweich schalten und problemlos bis in den roten Bereich drehen, ohne akustisch zu nerven. Allrad gibt's nur gegen Aufpreis - außer beim stärksten Diesel, da ist er serienmäßig an Bord.

Daten

Benziner

1.0 TSI: 3 Zyl., 115 PS, 187 km/h, Front, ab € 25.790,-
1.5 TSI: 4 Zyl., 150 PS, 204 km/h, Front, ab € 27.590,-

Diesel

1.6 TDI: 4 Zyl., 115 PS, 188 km/h, Front, ab € 29.290,-
2.0 TDI: 4 Zyl., 150 PS, 195 km/h, Allrad, ab € 32.690,-

Diese Modelle stehen ab sofort beim Händler; ein 190-PS-Diesel folgt im Frühjahr 2018