Skispringen von

Slowenien gewann Teambewerb

ÖSV-Quartett landet in Zakopane auf dem dritten Platz – Team Norwegen stürzte ab

Zakopane Schispringer in der Luft © Bild: Reuters/PETER ANDREWS

Die Skispringer aus Slowenien haben am Freitagabend den Weltcup-Teambewerb in Zakopane für sich entschieden. Jurij Tepes, Robert Kranjec, Jaka Hvala und Peter Prevc setzten sich 9,1 Punkte vor Gastgeber Polen durch und verhalfen ihrem Verband zum zweiten Mannschaftserfolg in der Weltcupgeschichte.

Das ÖSV-Quartett mit Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Stefan Kraft landete bei drehendem Wind an der dritten Stelle, 32,4 Punkte hinter den Siegern.

Dass aber auch Favoriten stürzen können, bewies bei stark drehendem Wind das Team Norwegens. Nach fünf Springern noch vor Österreich auf dem dritten Rang, fielen die Schützlinge von Trainer Alexander Stöckl nach einem missglückten Sprung von Tom Hilde auf 90 m weit zurück. Der Tournee-Dritte vermied nur mit Mühe einen Sturz.

Weiter warten auf ersten Saisonsieg

Die Österreicher boten gleichmäßig gute Leistungen, Andreas Kofler (128/129,5) stach noch heraus. Doch seine Leistungen alleine waren zuwenig für den ersten Saisonsieg. Den sicherte sich nach Rang drei in Kuusamo Slowenien. Jurij Tepes, Robert Kranjec, Jaka Hvala und Peter Prevc setzten sich nach spannendem Duell vor Gastgeber Polen durch und verhalfen ihrem Verband zum zweiten Mannschaftserfolg in der Weltcupgeschichte. Polen verpasste den ersten Sieg um 9,1 Punkte.

Der Pole Kamil Stoch bewies jedoch mit 133 und 130 Meter seine Klasse. Er zählt im Einzelbewerb am Samstag zum engsten Favoritenkreis. Da will auch Schlierenzauer nach seinem grippalen Infekt wieder dabeisein. Am Freitag ging es dem Tourneesieger schon besser.

Schlierenzauer mit hartnäckigem Infekt

"Das Team hat unter schwierigsten Verhältnissen toll gekämpft, es war an der Grenze des Durchführbaren", sagte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner. "Bei Top-Teams wie Norwegen oder Deutschland (4. Anm.) hat man gesehen, dass es sehr schwierig war. Bei diesem drehenden Wind musste man sehr anpassungsfähig sein."

Schlierenzauer laboriere an einem hartnäckigen Infekt, ihm sei es am Freitag aber besser gegangen als an den Tagen zuvor, erklärte Pointner. Die Wetterprognosen seien besser, er hoffe, dass der Tourneesieger am Samstag fit sei und springen könne. "Wir werden aber nichts riskieren, wenn man nicht voll auf der Höhe ist, kann man auch eine Karriere aufs Spiel setzen", betonte der Coach.

Kraft fiel bei seinem Debüt gleich die Rolle des Schlussspringers zu. "Ich war sehr überrascht und im ersten Durchgang auch etwas nervös", meinte der 19-Jährige. "Aber es war sehr gut, ich bin zufrieden. Die Norweger und Deutschen waren gar nicht auf dem Podest, wir haben schon einiges richtig gemacht."

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