Skispringen von

Schlierenzauer jagt Matti Nykänen

Der Tiroler kann mit Siegen in Wisla und Zakopane den legendären Finnen überflügeln

Gregor Schlierenzauer jubelt in Bischofshofen über seinen Gesamtsieg bei der Vierschanzen-Tournee © Bild: GEPA pictures/Bachun

Gregor Schlierenzauer kann schon am Samstag der erfolgreichste Weltcup-Skispringer aller Zeiten sein - im vergleichsweise zarten Alter von 23 Jahren. Aktuell hält der Tiroler bei 45 Weltcupsiegen und hat nur mehr Matti Nykänen vor sich, der 46 Siege erfliegen konnte. Der legendäre wie trinkfeste Finne kämpfte sich dafür allerdings zehn Jahre durch den Weltcup, Schlierenzauer wird seine Bestmarke wohl schon nach sieben Jahren geknackt haben.

Die große Chance bietet sich für Gregor Schlierenzauer heute Abend in Wisla (20.30) und am Samstag in Zakopane (16.00). Dazwischen findet am Freitag noch ein Teambewerb in Zakopane statt (16.30). Im Weltcup liegt der Tiroler 252 Punkte vor Severin Freund in Führung und führt in Polen ein ÖSV-Sextett an.

Viel Zeit, seinen jüngsten Erfolg zu genießen, blieb Schlierenzauer nicht. "Das ist das Schöne, aber auch das Traurige am Spitzensport, dass es schnell weitergeht. Ich habe nach wie vor große Ziele", sagte der Weltmeister in Bischofshofen. Schlierenzauer hält nach elf Konkurrenzen bei fünf Saisonsiegen, zuletzt stand er sechsmal in Serie auf dem Podest.

Chance für Jungstar Stefan Kraft
Anstelle des nach einem Sturz angeschlagenen Manuel Fettner wird in Polen der Salzburger Stefan Kraft antreten. "Ich freue mich, dass ich die Chance bekomme, noch ein paar Mal dabeizusein. Denn da gefällt es mir sehr gut", erklärte der 19-jährige Spitzenreiter des Kontinantalcups nach seinem überraschenden dritten Platz auf seiner Heimschanze in Bischofshofen. Danach wird er sich auf die Junioren-WM vorbereiten.

Während die Deutschen Freund und Andreas Wellinger erst zum Teambewerb am Freitag nach Zakopane anreisen, lässt Martin Koch die Bewerbe in Polen aus. Der Kärntner versucht, im Training seine Topform zu finden. Damit sind in Wisla als fix qualifizierte Springer Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Morgensern dabei. Stefan Kraft, Wolfgang Loitzl und Michael Hayböck haben ebenfalls problemlos die Qualifikation für den Hauptbewerb des Skisprung-Weltcups in Wisla geschafft.

Ammann fliegt selbst nach Polen
Simon Ammann nutzte die Reise nach Polen auch, um Flugpraxis zu sammeln. Der vierfache Olympiasieger, der seit dem Sommer den Flugschein besitzt, lud auch Kollegen wie den Norweger Tom Hilde zum Flug mit einer Propellermaschine von Salzburg nach Wisla ein. Wegen des Schlechtwetters absolvierte Ammann den Flug aber meist nur als Co-Pilot.

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