Skispringen Sapporo von

Ito siegt in Sapporo

Erster Weltcupsieg für den Japaner. Bester Österreicher wird Andreas Kofler als 9.

Skispringen Sapporo - Ito siegt in Sapporo © Bild: Reuters/Kim Kyung-hoon

Österreichs Skisprung-Team hat am Samstag im ersten von zwei Weltcup-Bewerben auf der WM-Schanze 2007 in Sapporo eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. In Abwesenheit des zu Hause gebliebenen Gregor Schlierenzauer hatten Weltcup-Leader Andreas Kofler und Thomas Morgenstern im ersten Durchgang Windpech, Kofler konnte mit Rang neun noch einen Top-Ten-Platz herausholen. Der Sieg ging erstmals an den japanischen Lokalmatador Daiki Ito, der mit dem minimalsten Vorsprung von 0,1 Punkten vor dem Norweger Anders Bardal siegte. Dritter wurde der Pole Kamil Stoch.

Ito verhinderte damit vorerst, dass Bardal Kofler in der Gesamtwertung noch um weitere 20 Punkte näher rückte. Der Norsker überholte Schlierenzauer und weist auf Kofler nur noch 45 Zähler Rückstand auf. Morgenstern landete auf dem 16., Wolfgang Loitzl auf dem 24. Rang. Für Michael Hayböck, David Zauner und Manuel Fettner reichte es gar nicht für Weltcup-Punkte.

Mit einem 129,5-m-Satz verhinderte Kofler im zweiten Durchgang zumindest, dass er das Gelbe Trikot abgeben muss. Er und auch Morgenstern landeten bei schlechten Aufwindbedingungen im ersten Durchgang nur bei 117,5 bzw. 114 Metern und damit waren alle Siegchancen freilich verpufft. "Es ist mit dem Anlauf sehr eng bemessen. Wenn dann der Aufwind nicht da ist, dann macht das sehr viele Meter aus. Jetzt gehe ich eine Nacht drüber schlafen und versuche es morgen noch einmal", meinte Morgenstern nach Rang 16. Ähnlich wie den beiden ÖSV-Adlern ging es auch dem Deutschen Severin Freund, der nach einem 130,5-m-Satz im zweiten Durchgang nur 104 m weit kam und so vom 8. auf den 27. Platz zurückfiel.

Für die größte Weite im Bewerb sorgte der immer stärker werdende Norweger Vegaard-Haukö Sklett mit einem 138,5-m-Flug im Finale, der ihn noch auf Platz vier brachte. Sklett verfehlt damit den Schanzenrekord von Roar Ljökelsöy (NOR) um nur 1,5 m.

Der Wind, der Wind
Weltcup-Leader Andreas Kofler haderte danach ein wenig mit den ungünstigen Bedingungen. "Heute war leider wieder ein Springen, bei dem etwas Glück notwendig war um ganz vorne zu landen. Dieses haben wir leider nicht gehabt und dann ist es schon vorbei mit den Spitzenplätzen", sagte der Tiroler, der allerdings rein sportlich gesehen mit seiner Leistung zufrieden war. "Ich konnte mit meinem zweiten Sprung ja zum Glück noch ein bisschen etwas aufholen. Es wird sich aber sicher alles wieder ausgleichen, auf jede kleine Niederlage die du positiv verarbeiten kannst, folgen in der Regel zwei kleine Siege."

Auch der nur auf Platz 16 gelandete Thomas Morgenstern hatte sich wenig vorzuwerfen. "Der erste Durchgang war für mich gar nicht leicht zu springen, da hatte ich nur wenig Chancen. Trotzdem fühle ich mich sprungtechnisch gut aufgestellt. Der zweite Durchgang war eine kleine Wiedergutmachung. Manches liegt aber nicht in unserer Macht, wir Sportler können immer nur unsere besten Sprünge machen."