Skispringen in Lahti: Finnlands Happonen feiert ersten Sieg vor Janda und Uhrmann

Morgenstern wurde Fünfter, Kofler auf Rang sieben Janda baute Weltcup-Führung auf 112 Punkte aus

Der Finne Janne Happonen hat am Sonntag in Lahti seinen ersten Sieg im Skisprung-Weltcup gefeiert. Der 21-Jährige setzte sich mit 124,0 und 129,0 m um 2,7 Punkte vor dem Halbzeit-Spitzenreiter Jakub Janda (128,0/123,5) durch. Der Tscheche verpasste seinen sechsten Saisonsieg, baute aber seine Weltcupführung bei fünf ausstehenden Konkurrenzen auf 112 Punkte aus, weil der Finne Janne Ahonen als erster Verfolger nicht über Rang 20 hinauskam. Bestplatzierter Österreicher war Olympiasieger Thomas Morgenstern (122,5/124,0) als Fünfter.

Die Österreicher hatten am Samstag den Teambewerb deutlich für sich entschieden, 24 Stunden später gelang der Sprung auf das Podest nicht. Doppel-Olympiasieger Morgenstern war nach seinem zweiten Flug etwas verärgert. "Ich bin überzeugt, dass die Sprünge sehr gut waren, aber die Verhältnisse haben eine große Rolle gespielt. Da gehen die letzten drei, vier Meter schwer her", beklagte der Kärntner, der sich von Rang zwölf verbesserte, den unterschiedlich starken Aufwind.

Morgenstern hat sich jedenfalls nach seinem Triumph in Pragelato für die restlichen Bewerbe auch einen Weltcupsieg zum Ziel gesetzt. Vielleicht gelingt er schon Dienstagabend in Kuopio. "Ich hoffe, dass mich dort der Wettergott mehr mag", sagte der 19-Jährige.

Der Olympia-Zweite Andreas Kofler verbesserte sich im Finale von Rang elf auf sieben, Martin Koch büßte hingegen in der Entscheidung seine Position als bester Österreicher (9. im 1. Durchgang) ein und landete an elfter Stelle, zwei Plätze vor Andreas Widhölzl. Der Tiroler hatte als bester Einzelspringer des Teambewerbs am Samstag den Schanzenrekord auf 135,5 m verbessert. Martin Höllwarth und Manuel Fettner verpassten die Qualifikation für das Finale.

Ergebnisse des Weltcup-Skispringens in Lahti:
1. Janne Happonen FIN 270,3 (124,0/129,0)
2. Jakub Janda CZE 267,6 (128,0/123,5)
3. Michael Uhrmann GER 266,1 (120,5/131,0)
4. Andreas Küttel SUI 264,3 (123,5/127,0)
5. Thomas Morgenstern AUT 256,6 (122,5/124,0)
6. Adam Malysz POL 254,4 (123,0/122,0)
7. Andreas Kofler AUT 252,6 (122,5/121,5)
8. Björn Einar Romören NOR 249,8 (126,0/117,0)
9. Simon Ammann SUI 249,3 (123,5/119,5)
10. Matti Hautamäki FIN 248,4 (126,5/116,0)
11. Martin Koch AUT 247,4 (123,0/119,5)
12. Takanobu Okabe JPN 244,3 (123,0/117,5)
13. Andreas Widhölzl AUT 243,9 (116,5/123,5)
14. Lars Bystöl NOR 243,5 (124,0/115,5)
15. Tami Kiuru FIN 241,5 (118,5/121,0)
16. Michael Neumayer GER 241,2 (119,0/122,0)
17. Denis Kornilow RUS 240,4 (120,5/119,5)
18. Roar Ljökelsöy NOR 240,3 (118,5/119,5)
19. Noriaki Kasai JPN 238,0 (120,5/116,5)
20. Janne Ahonen FIN 236,5 (111,0/126,0)
21. Georg Späth GER 227,4 (114,5/118,0)
22. Risto Jussilainen FIN 226,1 (115,5/116,0)
23. Jens Salumae EST 224,9 (116,0/116,5)
24. Jan Matura CZE 221,0 (119,0/110,5)
25. Martin Schmitt GER 220,5 (111,5/118,0)
26. Sigurd Pettersen NOR 217,2 (114,5/114,0)
27. Michael Möllinger SUI 215,2 (116,5/109,5)
28. Dmitrij Wassilijew RUS 215,1 (115,0/111,5)
29. Jernej Damjan SLO 198,7 (113,5/105,0)
30. Primoz Peterka SLO 182,8 (111,5/101,5)

nicht für den 2. Durchgang qualifiziert:
37. Martin Höllwarth, 43. Manuel Fettner

nicht für den Bewerb qualifiziert:
60. Daniel Lackner (alle AUT)

(apa/red)