Weltcup von

Skispringen: Hayböck
erstmals auf Podest

Oberösterreicher in Polen Dritter hinter Wellinger und Stoch - Diethart Vierter

Michael Hayböck © Bild: APA/EPA/Grzegorz Momot

Michael Hayböck hat seine Ambitionen auf einem Platz im österreichischen Olympia-Team unterstrichen. Der Oberösterreicher verbuchte beim Skispringen in Wisla am Donnerstag seinen ersten Weltcup-Podestrang. Hayböck musste sich nach Sprüngen auf 137 und 130 Meter nur Sieger Andreas Wellinger aus Deutschland sowie Weltcup-Spitzenreiter Kamil Stoch aus Polen geschlagen geben.

Wellinger feierte in Polen seinen ersten Weltcup-Erfolg. Der 18-Jährige pokerte vor dem ersten Sprung mit einer Anlaufverkürzung erfolgreich, am Ende blieb er 0,9 Punkte vor Lokalmatador Stoch. Hayböck, nach dem ersten Durchgang Zweiter, lag am Ende 1,6 Zähler hinter dem Sieger. Thomas Diethart wurde beim ersten Antritt nach seinem Tourneesieg Vierter, Gregor Schlierenzauer fiel im zweiten Durchgang vom vierten auf den achten Platz zurück.

Hayböck präsentiert sich stark

Hayböck präsentierte sich in Schlesien bei schwierigen Windverhältnissen bereits in der Qualifikation als Dritter stark. Im Wettkampf überzeugte der 22-Jährige sogleich mit einem Satz auf 137 Meter. Weiter sprang nur Skiflug-Weltcupsieger Peter Prevc, der Slowene grifft nach seiner Landung bei 140,5 Meter aber in den Schnee.

In der Entscheidung bewies Hayböck dann Nervenstärke. "Es war ein super Wettkampf für mich. Dass es erstmals für das Stockerl gereicht hat, ist eine sehr geile Geschichte für mich", gab der ehemalige Junioren-Weltmeister danach zu Protokoll. Seine beste Einzelplatzierung im Weltcup war zuvor Rang sechs in Willingen im Februar 2010 gewesen.

Diethart und Schlierenzauer: Plätze fix

Hayböck zeigte mit Blick auf die Winterspiele in Sotschi somit auf. Diethart und Schlierenzauer haben ihre Plätze fix, abhängig von der Genesung Thomas Morgensterns sind zwei oder drei der fünf Startplätze noch frei. Trainer Alexander Pointner kündigte bereits an, sich bis zum Ende der Nennfrist am 27. Jänner alle Möglichkeiten offen zu lassen.

In Wisla hatte Hayböck die Nase klar vor seinen internen Konkurrenten. Stefan Kraft (21.), Manuel Poppinger (22.) und Wolfgang Loitzl (30.) kamen nicht in die Top-20, Andreas Kofler verpasste als 35. nach dem ersten Durchgang sogar die Entscheidung. Im Weltcup geht es am Wochenende mit zwei Bewerben in Zakopane weiter.

Schlierenzauer nicht gänzlich zufrieden

Nicht gänzlich zufrieden sein konnte ÖSV-Paradeathlet Schlierenzauer. Im zweiten Durchgang wurde der Tiroler Opfer des wechselnden Windes. Statt eines Angriffes auf die vorderen Ränge büßte der 52-fache Weltcupsieger vier Plätze ein. Schlierenzauer verlor im Gesamtweltcup damit etwas Boden auf Stoch. 59 Zähler beträgt aktuell sein Rückstand.

Diethart zeigte hingegen zwei solide Sprünge. Nach seiner Pause beim Skifliegen am Kulm bestätigte der Niederösterreicher damit auch seinen Sieg bei der Vierschanzentournee. Auf das Podest fehlten Österreichs Shooting-Star 0,8 Zähler.

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