Skispringen von

Generalprobe für die Tournee

Drei Siege und drei Podestplätze in fünf Bewerben. Aber Deutschland ist lästig.

Gregor Schlierenzauer beim Springen in Sotschi © Bild: GEPA pictures/Hoermandinger

Die ÖSV-Skispringer sind wieder einmal stark in die Saison gestartet. Mit drei Siegen und drei Podestplätzen nach fünf Bewerben geht es in die Generalprobe für die Vierschanzen-Tournee in Engelberg. Aber die Dominanz der heimsichen Adler ist nicht mehr so enorm, wie noch in der letzten Saison. Vor allem die Deutschen werden immer lästiger. Eine heiße Tournee ist garantiert.

Severin Freund geht mit 52 Punkten Vorsprung auf Schlierenzauer mit dem Gelben Trikot in die Bewerbe am Samstag und Sonntag (jeweils ab 13.45 Uhr). Selbst im Nationencup liegen die erfolgsverwöhnten Österreicher derzeit 161 Zähler hinter den Deutschen auf Platz zwei.

Das Duell Österreich-Deutschland erfährt unmittelbar vor der Vierschanzen-Tournee die nächste Auflage, das Interesse für die am 29. Dezember (Qualifikation) in Oberstdorf beginnende Traditionsveranstaltung ist vor allem in Deutschland groß wie lange nicht.

Schlierenzauer kommt später
Während die Tiroler Schlierenzauer, Fettner und Kofler erst am Donnerstag die rund vierstündige Autofahrt von Innsbruck nach Engelberg antraten, absolvierte der Rest des direkt aus Sotschi gekommenen Teams am Mittwoch und Donnerstag schon erste Trainingseinheiten.

Ehe Pointner seine Leute in die kurze Weihnachtspause vor der Anreise zur Tournee schickt, muss er entscheiden, wen er zu den beiden Deutschland-Bewerben mitnimmt. Die Konkurrenzen in der Schweiz bilden dabei immer einen letzten wichtigen Gradmesser, auch wenn zumindest die vier bestplatzierten ÖSV-Springer im Weltcup wohl kaum um ihr Ticket zittern müssen.

Eine Macht in Engelberg
Auf der Große-Titlis-Schanze sind Österreichs "Adler" seit 2006 eine Macht gewesen, zumindest einen Tagessieg hat es jedes Jahr gegeben. 2010, als Engelberg als Ersatzort sogar drei Springen ausgetragen hat, sorgten Thomas Morgenstern (2) und Kofler sogar für einen Hattrick. Im Vorjahr haben der Norweger Anders Bardal und Kofler die letzten Tests vor der Tournee für sich entschieden. Wobei Bardal damals bei seinem Erfolg einen Triplesieg der ÖSV-Mannen verhindert hatte.

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