Skifahren von

Startklar?

Wie Sie die Piste sicher runterkommen und was zu tun ist, wenn's kracht

Skifahren - Startklar? © Bild: Corbis

Für die Saison 2011/12 hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) mehr als 50.000 Wintersport-Unfälle mit bis zu 65.000 Verletzten prognostiziert. Die meisten Unfälle sind auf Übermüdung, mangelnde Konzentration, Selbstüberschätzung und Kraftlosigkeit zurückzuführen. Damit Ihre Tour nicht im Krankenhaus endet, verraten wir Ihnen, wie Sie die Piste heil runterkommen und was zu tun ist, sollte es doch mal krachen.

Gut gerüstet
Bevor's auf die Piste geht, muss erst mal die richtige Ausrüstung her. Dazu gehören vom Fachmann eingestellte Skibindungen, geschliffene Kanten und der Skihelm. Letzterer ist zwar nicht Pflicht, kann laut Experten aber dazu beitragen, 85 Prozent aller Schädelverletzungen zu vermeiden.

Aufwärm-Training
Gut aufgewärmt und gedehnt sinkt das Verletzungsrisiko um mehr als die Hälfte. Hier die heißesten Tipps: 1. Armschwingen: Beide Arme 30 bis 60 Sekunden lang vor und zurück schwingen. 2. Oberschenkelvorderseite: 40 Sekunden lang Kniebeugen machen. 3. Oberschenkelrückseite: 30 Sekunden lang beide Skienden abwechselnd heben - die Skispitzen bleiben dabei im Schnee, das Gewicht ist auf die Stöcke verteilt. Danach die Skistöcke schräg nach vorne in den Schnee stecken, beide Knie beugen und bis zur Dehnung durchstrecken (20 Sekunden pro Seite). 4. Oberschenkelinnenseite: Breitbeinig hinstellen, mit aufrechtem Körper ein Knie beugen, bis eine leichte Dehnung an der Oberschenkelinnenseite des anderen Beins spürbar ist. Kurz halten, dann zur anderen Seite wechseln (20 Sekunden pro Seite).

Pausen einlegen
Bevor Sie ermüden und die Konzentration nachlässt, legen Sie eine Pause ein. Den Jagertee oder das Schnapserl heben Sie sich aber bitte für abends auf. Alkohol ist nämlich während des Skifahrens tabu!

Unfallstelle absichern
Sollten Sie Zeuge eines Skiunfalls werden, heißt es handeln. Um weitere Unfälle zu vermeiden, sichern Sie die Unfallstelle ab. Dazu stecken Sie fünf Meter oberhalb der Unfallstelle Skier und Skistöcke gekreuzt in den Schnee.

Erste Hilfe gefragt
Ist der Betroffene verletzt, ist Erste Hilfe zu leisten und die Rettung zu alarmieren. In der Zwischenzeit beengende Kleidungsstücke leicht öffnen und vor Unterkühlung schützen. Eine unterstützende Unterlage des betroffenen Körperteils kann den Schmerz lindern und das Risiko weiterer Verletzungen von Nerven und Blutgefäßen verringern. Kühle Kompressen helfen gegen Schwellungen.

Nur die Ruhe
Bewahren Sie trotz der Ausnahmesituation Ruhe und leisten Sie dem Unfallopfer Zuspruch. Vor allem bei Kindern sollten Sie sich nicht anmerken lassen, dass die Situation Sie nervös macht.

Die wichtigsten Nummern
Folgende Nummern sollten Sie, wenn Sie sich auf die Piste begeben, im Handy eingespeichert haben: Alpinnotruf 140, Rettungsnotruf 144 und Euro-Notruf 112. Damit bleibt uns nur noch eines zu wünschen, und das wäre: Hals- und Beinbruch!