Leben von

Skifahren in Ostösterreich

Fünf Tipps für Pistenspaß in der Nähe der Hauptstadt

Schi St. Corona © Bild: Bergbahnen St. Corona GmbH & Co KG

In dem Buch "Skifahren in Ostösterreich" finden Sie Informationen und Tipps zu allen Liften, Pisten und Hütten in Niederösterreich, Wien, Burgenland und den angrenzenden Gebieten der Steiermark. Autor Wolfgang Kralicek hat für Sie die besten zusammengestellt.

Für Sportler: Mitterbach

Die Gemeindealpe ist ein Skiberg der Extreme: Von der Mittelstation führt eine der längsten Abfahrten Niederösterreichs ins Tal, sie ist auch von Anfängern ohne Probleme zu bewältigen. Der oberhalb der Baumgrenze gelegene Gipfelbereich aber hat es in sich: Hier findet sich, ganz oben, die steilste Piste Niederösterreichs (mehr als 70% Gefälle!). Es gibt zwar auch leichtere Varianten, der Bereich oberhalb der Mittelstation ist trotzdem eher was für geübte Skifahrer und Freerider. Rast macht man am besten im 2014 neu eröffneten Terzerhaus am Gipfel, wo man einen tollen Panoramablick hat. (Distanz Wien-Mitterbach: 130 km)

Mitterbach
© gemeindealpe.at

Für Familien: Annaberg

Annaberg wird als „Skigebiet für Kinder & Könner“ vermarktet. Ein Skigebiet für alle also? Kann man so sagen. Genau genommen, sind es zwei Skigebiete, die durch Verbindungslifte zusammengelegt wurden. Das eine („Pfarrboden“) ist nur für gute Fahrer ein Vergnügen (dann aber wirklich), das andere („Reidl-Lifte“) stehen auch einige leichte, breite Pisten zur Wahl. Auch der Kleinkinderbereich („Anna-Land“) und ein Übungshang finden sich hier. Und die netteste Hütte des Skigebiets, die „Anna-Alm“. (Distanz Wien–Annaberg: 120 km)

Annaberg
© annaberg.info

Für Kinder: St. Corona am Wechsel

Die schlechte Nachricht: Das traditionsreiche Skigebiet im verschlafenen St. Corona am Wechsel wurde voriges Jahr geschlossen. Die gute Nachricht: Der Kinderbereich blieb nicht nur erhalten, er wurde sogar modernisiert und ausgebaut. Das „Familienskiland“ bietet zwei Förderbänder, einen Tellerlift, Schanzen, Bob- und Rodelbahnen und andere Attraktionen. (Distanz: Wien–St. Corona: 90 km)

Schi St. Corona
© Bergbahnen St. Corona GmbH & Co KG

Für Nachtschwärmer: Semmering

Der Hirschenkogel auf der Semmering-Passhöhe ist ein relativ kleines, dafür aber sehr konzentriertes Skigebiet: Leere Pistenkilometer gibt es hier keine. Besonders sportliche Fahrer sind hier richtig, sie haben drei breite, steile Abfahrten zur Verfügung – darunter der alle zwei Jahre von den besten Rennläuferinnen der Welt befahrenen Weltcup-Hang. Besonders attraktiv ist der Nachtbetrieb: Auf dem „Zauberberg“ wird jeden Abend das Licht eingeschaltet – nicht nur auf ausgewählten Pisten, sondern im ganzen Skigebiet. So ein Flutlichtabend am Hirschenkogel ist ein sehr spezielles Erlebnis. (Distanz Wien–Semmering: 92 km)

Semmering
© Wikimedia Commons/YanaHolub

Für Nostalgiker: Unterberg

Hier ist alles noch wie früher: Es gibt keine beheizten Sesselbahnen, sondern nur Schlepplifte. Und weil es auch keine Schneekanonen gibt, kann man am Unterberg bei Muggendorf nur dann Ski fahren, wenn Schnee gefallen ist. Allzu oft ist das in diesen Breiten nicht der Fall, wenn es also rund um Wien einmal ordentlich schneit, sollte man sich umgehend ins Auto setzen und auf den Unterberg fahren. Seinem Namen „Naturschneeparadies“ macht das nicht sehr große, aber recht vielseitige Skigebiet nämlich alle Ehre. (Distanz Wien–Semmering: 74 km)

Unterberg
© schigebiet-unterberg.at

Erscheinungstermin: Jänner 2016 im Falter Verlag

Kommentare

Der Sessellift in St.Corona wurde voriges Jahr geschlossen, aber nicht der Simaslift, ehemals Hanessen 1 Lift! Dieser bietet 1,8 Pistenkilometer (nicht für Anfänger!), sehr gut präparierte Hänge und die Liftpreise sind absolut familienfreundlich!

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