Ski-Zirkus erobert Russlands Hauptstadt:
Top-Stars weihen Moskauer Riesenrampe ein

Miller, Svindal & Co wohnen Promotion-Event bei 1. internationaler Alpinbewerb auf städtischer Rampe

Ski-Zirkus erobert Russlands Hauptstadt:
Top-Stars weihen Moskauer Riesenrampe ein

Für einen Elite-Teil der alpinen Ski-Herren beginnt das Jahr 2009 nicht erst in Zagreb, sondern schon heute unter Flutlicht in Moskau. In der russischen Millionen-Metropole findet ein mit 200.000 Dollar (143.709 Euro) dotierter Promotion-Bewerb für den Skisport sowie Olympia 2014 in Sotschi statt, in dem 16 Herren auf einer riesigen Rampe vor der Universität in Form eines Parallel-Slaloms um einen Siegerscheck von 30.000 Dollar (21.556 Euro) fahren. 30.000 Zuschauer werden bei freiem Eintritt erwartet, der Bewerb wird in Russland live im TV übertragen.

Obwohl es für die Rennfahrer mitten in der Saison nicht um Weltcup-Punkte, sondern um jeweils 10.000 Dollar (7.185 Euro) Antrittsgage sowie das Preisgeld für die Top-3 (30.000/20.000/10.000 Dollar) geht, hat sich doch ein bemerkenswerter Kreis bereiterklärt, an dieser dreitägigen Exkursion nach Moskau teilzunehmen. Bode Miller, Aksel Lund Svindal und Didier Cuche führen ein Feld an, dem auch die beiden Österreicher Reinfried Herbst und Doppel-Weltmeister Mario Matt angehören. Hermann Maier, den die mit einem Budget von fünf Mio. Dollar agierenden Veranstalter bis zuletzt hartnäckig auf der Startliste belassen hatten, fehlt hingegen ebenso wie Benjamin Raich.

ÖSV-Alpinchef Hans Pum ("Eine gute Idee, in einer Millionen-Stadt für den Skisport Promotion zu machen") lässt sich den Event ebenso nicht entgehen wie Karl Schranz. Der ÖSV hat bekannter Weise ebenso eine Nahbeziehung zum russischen Verband wie Schranz. Der eben erst 70 Jahre altgewordene Arlberger ist ein persönlicher Freund des russischen Premiers Wladimir Putin.

Der Moskauer Showbewerb, den die Veranstalter als "ersten internationalen Alpinbewerb auf einer speziell dafür errichteten Rampe" bezeichnen, war ursprünglich für 22. November geplant gewesen. Er wurde aus technischen Gründen aber auf 2. Jänner verschoben. Die 56 Meter hohe, 37 m breite und 150 m lange Rampe, an deren Errichtung die Air&Style-Company maßgeblich beteiligt war, ist größer als alles bisher dagewesene und reif für einen Eintrag ins Rekordbuch. Das 150 Tonnen schwere Stahl-Ungetüm fungiert später auch noch als Bühne für den Freestyle-Weltcup (14. Februar) und den Big-Air-Snowboard-Weltcup am 7. März.
(apa/red)