Ski Weltcup von

"Marcel schaut brutal stark aus"

Hirscher ist für Aksel Lund Svindal der "logische Favorit" auf den Gesamtweltcup

Aksel-Lund Svindal beim Abfahrtstraining in Beaver Creek © Bild: GEPA pictures/Walgram

In Norwegen wurde Aksel Lund Svindal am Sonntag als "Best av de beste", zu Deutsch "Der Beste der Besten", ausgezeichnet. Im Weltcup hat der 29-Jährige aber einen anderen Favoriten. "Hirscher ist der logische Favorit, denn er ist Titelverteidiger und ist gut in die Saison gestartet. Es wird schon schwierig, ihn zu schlagen. Marcel schaut brutal stark aus, er ist sehr stabil", sagte Svindal, der aber auch Ted Ligety (USA) auf der Rechnung hat und als aktuell Führender in die Gröden-Rennen am Wochenende geht.

"Momentan schaut es nach einem Dreikampf zwischen Hirscher, Ligety und mir aus. Aber wenn Ivica Kostelic im Jänner wieder 1.000 Punkte holt, dann ist natürlich auch er dabei." Prinzipiell sei es aber noch deutlich zu früh für seriöse Hochrechnungen bezüglich Gesamt-Weltcup. "Ich bin es gewohnt, dass darüber geredet wird. Aber es ist noch viel zu früh. Ich muss wahrscheinlich noch 1.000 Punkte holen, dann würde es gut ausschauen. Daran sieht man, wie viel noch zu tun ist", sagte Svindal.

Für seinen Titel in Norwegen musste Svindal ein hartes Programm absolvieren. Dabei galt es in 20 Disziplinen wie Cross-Country-Laufen, Mountainbiken, Klettern, Klimmzügemachen, Stiegenlaufen oder Autorennfahren Farbe zu bekennen. TV2 zeigte die Show an fünf Sonntagen zur Primetime, am vergangenen Sonntag wurde das Finale mit dem Sieg Svindals ausgestrahlt. "Es war ein Riesenspaß. Bei den Wettkämpfen ging es aber knallhart zu Sache, jeder wollte gewinnen", berichtete Svindal im Rahmen der Weltcup-Rennen in Gröden.

Auto für den Vater
Als Siegesprämie gab es ein Auto im Wert von 350.000 Euro inklusive Sprit für ein Jahr. Allerdings nicht von jener Automarke, die Norwegens Alpin-Team sponsert. "Deshalb freut sich jetzt mein Papa über ein neues Auto", meinte der Olympiasieger und vierfache Weltmeister. Svindal ist das jüngste Beispiel für die Allrounderqualiäten der Ski-Alpinen. Auch beim Damen-Bewerb hatte sich ein Jahr zuvor mit Lotte Smiseth Sejersted eine Skifahrerin durchgesetzt.

Kommentare