Ski Weltcup von

Schild holt in Bormio zum
nächsten Streich aus

Die Salzburgerin hofft, dass ihr aktuelles Hoch den Jahreswechsel überdauert hat

Marlies Schild ist im Hoch. © Bild: APA/Hans Klaus Techt

Fast zwei Jahre musste sie verletzungsbedingt darauf warten, dann hat Marlies Schild mit ihrem Doppelschlag und den Slalomsiegen 34 und 35 für Furore gesorgt. Logisch, dass die Salzburgerin hofft, dass ihr aktuelles Hoch den Jahreswechsel überdauert hat und sie heute in Bormio (9.30/12.30) für den nächsten Streich sorgen kann. Schild hat 2008 zudem den bisher letzten Bormio-Slalom gewonnen.

Vor bald sechs Jahren gewann die Salzburgerin anlässlich des Weltcup-Finales, obwohl ihr der Hang dort nicht ganz so entgegen kommt wie andere. Allerdings bedauerte Schild die Absage in Zagreb als vierfache "Snow Queen" natürlich besonders. "Klar bin ich ein bisschen traurig, denn ich mag das Rennen dort sehr, sehr gerne", gestand Schild nach ihrem Lienz-Triumph.

Aber auch nach Bormio fährt Schild gerne, die Erinnerungen sind - 2008 gewann sie dort ihren 18. Weltcupslalom und damit zum zweiten Mal die Slalom-Gesamtwertung - ja nicht die schlechtesten. Nach ihrem Comeback-Sieg in Courchevel und der "Draufgabe" in Lienz nähert sich die Slalomkönigin zudem rasant ihrer einstigen Stärke, Mikaela Shiffrin ist sie in der Slalom-Wertung bereits auf zwei Punkte nahe gerückt. Eine Platzierung vor der 14 Jahre jüngeren US-Slalomweltmeisterin würde Schild also sogar die Weltcupführung bringen.

Spezielle Herausforderung

Deshalb freute sich die Österreicherin auf Bormio. Obwohl der Hang dort für sie eine spezielle Herausforderung ist, nachdem die Entscheidung stets eher im unteren Flachstück fällt. "Es ist doch eher ein Slalom, wo bei mir schon alles passen muss, damit ich schnell bin", gestand die 32-Jährige. "Aber das ist eine gute Herausforderung."

Schwester Bernadette gab 2008 in Bormio ihr Weltcup-Debüt und war deshalb damals ebenso schon dabei wie Michaela Kirchgasser, Kathrin Zettel oder Nicole Hosp. Die Tirolerin verpasste damals als Vierte einen Podestplatz nur hauchdünn. Etwas, womit die 30-Jährige diesmal schon sehr happy wäre. "Bei mir läuft es durchwachsen, ich bringe noch nicht den perfekten Lauf her", gestand Hosp.

Ihr sollte der Bormio-Hang aber liegen. "Er ist eigentlich unserem Trainingsgebiet Hinterreit sehr ähnlich", befand die Bichlbacherin. "Die Piste ist nicht ganz so viel steil. Von dem her denke ich, dass mir das schon entgegenkommt."

Kampf um Olympia-Tickets

Hosp und die beiden Schild-Schwestern waren beim Training am Pass Thurn schon einen Tag früher dran und damit auch früher fertig. Marlies Schild hat als zweifache Saisonsiegerin ihr Slalomticket für Olympia natürlich fix, Bernadette Schild (3.), Kathrin Zettel (4.), Christina Ager (4.), Michaela Kirchgasser (5.) und Carmen Thalmann (7.) haben jeweils ein Topresultat zu Buche stehe. In Bormio und dann nur noch Flachau (14. Februar) wird die Entscheidung über die Sotschi-Teilnahme fallen.

Immer mehr mit ihrer Form haderte zuletzt allerdings Vizeweltmeisterin Michaela Kirchgasser. Dem Lichtblick mit Platz fünf in Courchevel folgt in Lienz erneut ein Ausfall schon im ersten Lauf. Die Salzburgerin hofft im Gegensatz zu Landsfrau Schild deshalb auf eine Trendwende.

Das ÖSV-Team für Bormio : Christina Ager, Alexandra Daum, Michaela Kirchgasser, Nicole Hosp, Bernadette Schild, Marlies Schild, Carmen Thalmann, Kathrin Zettel plus eine Fahrerin aus dem Europacup.

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