Ski alpin Weltcup von

Schild gewinnt Aspen-Slalom

Erster Saisonsieg für Österreich: Salzburgerin triumphiert vor Schwedin Pietilä-Holmner

Ski alpin Weltcup - Schild gewinnt Aspen-Slalom © Bild: APA/EPA/Mabanglo

Besser kann man nicht antworten. Ein Jahr nachdem sie mit ihrem Einfädler gleich beim ersten Tor für den Lacher der Saison gesorgt hatte, gewann Marlies Schild am Sonntag zum zweiten Mal nach 2006 den Slalom in Aspen. Nach einer wahren Machtdemonstration siegte die Weltmeisterin 1,19 Sekunden vor der Schwedin Maria Pietilä-Holmner und schon fast zwei Sekunden vor der Deutschen Maria Höfl-Riesch.

Ihr 28. Slalomsieg war gleichzeitig ein "runder" insgesamt, nämlich der 30. Erfolg im Weltcup. Für den ÖSV war es im sechsten Saisonrennen der erste Erfolg.

"Das ist ein Traum. Das erste Rennen ist ja nicht so leicht", machte Schild aus ihrer Erleichterung keinen Hehl. Für Österreichs Slalomdamen gab es ein gutes Endergebnis, und das obwohl die Halbzeit-Sechste Nicole Hosp wie schon im Riesentorlauf ausschied. Kathrin Zettel als Fünfte ("Damit habe ich eine Riesenfreude") und Michael Kirchgasser als Neunte - die Salzburgerin verbesserte sich in Lauf zwei um zwölf Plätze ("Mit drei Sekunden Rückstand aus Lauf eins hat man nicht mehr viel mitzureden") - kamen drei ÖSV-Damen in die Top-Ten.

Erstes Erfolgserlebnis für Höfl-Riesch
Während Lokalmatadorin Lindsey Vonn am Sonntag wegen einer Rückenverletzung passen musste, gelang ihrer Dauerrivalin Höfl-Riesch der Befreiungsschlag. Nachdem beide Riesentorläufe in die Hose gegangen waren, fuhr die Weltcup-Titelverteidigerin ihr erstes Podestergebnis dieser Saison heraus.

"Das war sehr wichtig nach den ersten beiden Rennen, die nicht optimal gelaufen sind. So etwas nagt natürlich am Selbstvertrauen, aber den Riesentorlauf-Weltcup gewinne ich ohnehin nicht mehr", sagte die Deutsche, die sich auch vor Schild verbeugte. "Ich werde Videos von Marlies schauen und genau so fahren. Letztes Jahr war sie oft in einer eigenen Liga, das hat sie heute wieder gezeigt."

Jagd auf Vreni Schneider
Mit ihrem 30. Weltcupsieg ist Schild nun auf einer Ebene mit der Kroatin Janica Kostelic, nach ihrem 28. Slalomsieg fehlen ihr nur noch sechs Erfolge auf die Allzeit-Beste Vreni Schneider (SUI). "Wenn man das vorgerechnet bekommt, ist das schon etwas Tolles. Da bin ich schon stolz drauf", erklärte Schild.