Slalom Adelboden von

Kampf um die Weltmeisterschaft

Matt, Raich, Pranger und Herbst haben noch keinen fixen Startplatz für Schladming

Benjamin Raich trainiert am Mölltaler Gletscher © Bild: APA/Techt

Drei Rennen haben die österreichischen Slalom-Artisten noch Zeit, um das Ticket für den WM-Showdown am 17. Februar in Schladming zu lösen. Vor dem Slalom heute (10.30 und 13.30 Uhr) in Adelboden herrscht hinter Fixstarter Marcel Hirscher großes Gedränge um die drei restlichen Startplätze.

Mario Matt hat sich mit seinem dritten Platz in Zagreb eine gute Ausgangsposition verschafft, Manfred Pranger, Reinfried Herbst und Benjamin Raich haben es bis dato im WM-Winter noch nicht aufs Podest geschafft. Außenseiterchancen darf sich noch "Trainingsweltmeister" Wolfgang Hörl ausrechnen.

Vor allem Herbst und Raich werden im Slalom derzeit auf eine Geduldsprobe gestellt. Das Duo ist aus den Top-15 der Weltrangliste gefallen und muss sich deshalb mit höheren Startnummern herumplagen. Die Folge: oft startet man in beiden Durchgängen mit einer Nummer in der Mitte des Feldes und ist somit im Kampf ums Podest meist chancenlos.

"Kämpfen wie ein Löwe"
"Da kann man kämpfen wie ein Löwe, da geht aufgrund der Pistenverhältnisse nicht mehr. Eine zache Angelegenheit. Aber in dieser Situation muss man Geduld aufbringen und sich langsam wieder nach vorne arbeiten", meinte Herbst.

Angesichts des Handicaps kann der Salzburger mit dem bisherigen Saisonabschneiden (u.a. Sechster in Levi) sehr gut leben. "Mit Ausnahme des zweiten Durchgangs in Zagreb fahre ich eine gute Saison. Ich bin zufriedener als manche glauben", versicherte der 34-Jährige, der 2009 in Adelboden gewann.

Raich und Herbst haben das Zwischenziel schon vor Augen, in der Slalom-Weltrangliste (WCSL) werden sie aktuell auf den Rängen 17 und 18 geführt.

Hoffen auf Befreiung
Raich, wie Herbst 34 Jahre alt, fühlt sich bereit für den Befreiungsschlag im Slalom. "Ich hoffe, dass der Knopf bald so richtig aufgeht. Dafür muss ich die letzten Reserven anzapfen, dafür braucht man aber auch ein bisschen Glück", weiß auch Raich, dass mit einer Startnummer außerhalb der Top-15 der "goldene Moment" kommen muss. "Warten, hoffen, vertrauen", bezeichnete Raich daher als sein Motto.

Die aktuelle Nummer eins der Slalom-Welt ist Raichs Teamkollege Hirscher. Mit 420 Punkten führt der Salzburger die Weltcup-Wertung vor dem Deutschen Felix Neureuther (341) und dem Schweden Andre Myhrer (330) an. Vor der WM stehen nach Adelboden noch die Slaloms in Wengen (20. Jänner) und Kitzbühel (27. Jänner) auf dem Programm.

Kommentare